Jahrgang 
2 (1804)
Seite
493
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Allgemeine Reſultate aus den Analyſen der Pfan- zenerden- Aſhe vom Granit- und Kalfgebirge.

Sg, 33+ Bei Vergleichung dieſer Analyſen findet man, daß der Humas'einer und derſelben Pflanze, auf verſchiedenem Boden" ebenfalls verſchieden ſcy, und daß ſich,(wie die Analyſe der Pflänzen, woraus dieſe Erde entſtand, ſchön vermuthen ließ,) dieſe erdigen Be- ſtändtheile, nach'Verſchiedenheit des Bodens, worauf die Pflanzen wachſen, ebenfalls verändern Der Us mus vom Kalkboden Enthält weit mehr Kalkerde, als der vom Kieſelboden, welcher dafür aber auch deſto mehr Kieſel enthält. Die Abweſenheit des kohlenſau- ren Kalkes in der Pflanzenerde vom Kalkboden bewei- ſet, daß der in der Pflanzenerde vom Granitboden enthaltene, nicht einem zufälligen Gemenge des Gevirs ges mit dem Humus, zugeſchrieben werden müſſe.

G. 34- Die Aſche der Pflanzenerden vom Gra» nit und Kalkboben enthält viel weniger Salz und öh lenſauren Kalk, als die Aſche der'auf demſelben Bo» den gewachſenen Pflanzen.

6. 35+ Die Pflanzenerde vom Branitboden ſcheint nicht allein weniger kohlenſauren Kalk, als die vom Kalkboden zu enthalten, ſondern das Verhältniß der Salze ſcheint darin auch ſogar geringer zu ſeyn.

8.36. Der Kieſel" iſtvielleicht überall; auch/ſelbſt auf einem vollkommenen reinen Kalkboden, in der Pflan» zenerde verbreitet. Dieſer Urſprung des Kieſels im Humus, iſt noch gänzlich unbekannt; man könnte ans nehmen, er werde durh Winde und unterirdiſche