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Bei Unterſuchungen der Pflanzenerden fand ich aber ſo wenig die Beſtandtheile als ihre Verhältniſſe, welche ich aus der Unterſuchung der Pflanzenaſche hätte ver- muthen können. Der Grund davon liegt wahrſchein lich in den verſchiedenen Modifikationen, welche theils unterirdiſches Waſſer und die darin aufgelöſten und ſchwebenden Körper, theils Regenwaſſer, und endlich auch feine, aus der atmosphäriſchen Luſt abgeſekte Körper, in den Verhältniſſen der Beſtandtheile der Vegetabilien hervorbriugen können.
Unterſuchung der eingeaſcherten Pflanzenerde von Tichten des Breven.
Die Pflanzenerde, welche ich zwiſchen den Fichten- wurzeln des Breven in einer Höhe von 1,986 Meters über der Meeresfläche, und 3 Decimeter unter dem Boden einſammelte, war im tro>enen Zuſtande dunkel» braun, angefeuchtet aber, ſchwarz- ZJ< ließ ſie durch ein Haarſieb gehen, deſſen Löcher ungefähr 1,7 Milli- meter im Quadrat hatten, und beſtimmte alsdenn ihr ſpeciſiſches Gewicht auf 0,8.
Dieſe geſiebte Pflanzenerde ſhwamm anfangs auf dem Waſſer 3; ſank aber, nachdem ſie etwas eingeſogen hatte, faſt gänzlich zu Boden. Die zurücbleibenden Pflanzenfaſern betrugen nur 0,03 Theile. Hundert Theile dieſes Körpers konnten, im trockenen Zuſtande, 320 Theile Waſſer einſaugen, ohne beim Decaniren einen Tropfen Flüſſigkeit fahren zu laſſen. Es wurden Hundert Theile der geſiebten Erde(30,5 Grammen) mit


