Jahrgang 
2 (1804)
Seite
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gungsweg, dieſelben Producte als die Excremente, und man ſah dieſe Producte daher auch für Beſtandtheile des.geſammten. Pflanzenreichs an; man erklärte hieraus den großen Nuben, welchen die Excremente als Düun- gungsmittel leiſten, indem man annahm, daß ſie im Acer. den.Gewächſen diejenigen Stoffe als Nahrung zuführten,aus welchen die Gewächſe ſelbſt zuſammen? geſekt ſind,

Durch die Fortſchritte der Chemie in neuern Zei: ten erwieß es. ſich aber, daß jener Zerlegungsweg, die tro>ne Deſtillation, keinesweges geeignet ſey, die orga niſchen. Körper und ihre Producte zu zergliedern, indem durch ihn Materienzum Vorſchein kommen, welchein dieſer Form vorher nicht in den Körpern exiſtirten, und welche alſo-gls Producte derſelben angeſehen werden mußten. Die heftige. Einwirkung des Feuers, auf die ſich in verſchloſſenen Gefäßen befindenden vegetabiliſchen öder animaliſchen Körper, zerlegte die bisherige Miſchung

derſelben, und ließ durch neue Verwandſchäftsgeſele die Grundſtoffe dieſer Materien, zu neuen Verbindun gen zuſammentreteny welche in einem empyrheumiati- ſchen Dele, einer wäßrigen Flüſſigkeit, und verſchiede- nen Luftarten beſtanden. Die neue<emiſche Theorie zeigte uns, daß die Urſtoffe, aus welchen die okgäni- ſchen Körper gebildet werden, in Hinſicht ihrer Anzahl nur unbeträchtlich ſind, daß aber die Lebenskraft der Thiere und Pflanzen, entweder durch eine beſondere Miſchungsart, oder durch verſchiedene quantitative Ver- hältniſſe der Grundſtofſe, alle die verſchiedenen Mäterien zuſammengeſeßt, welche uns das organiſche Reich liefert,