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Die Verſuche welche man, auf dem Wege der tro>nen Deſtillation, mit den Excrementen angeſtellet hat, haben, uns demnach in der Kentitniß dieſer Mo- terien nicht weiter gebracht, und uns über die Beſchäf» fenheit der nähern Beſtandtheile derſelben nichts ges ſagt., Da„nun„auch in neuern Zeiten, wo man eine richtigere Anſicht der. Producte des vrganiſchen Reichs erhalten, und woman beſſere. Wege der Zerlegung fen? nen gelernt hat, die Chemiter ſich wenig mit der" Uit- terſuchung der Excremente abgeben und abgegeben ha- ben ſo. kann. man dieſen Gegenſtand no< beynahe als völlig unbearbeitet anſehen.
Der üble EindruE, welchen die Excrements auf unſere Sinne machen, und der Ekel, welchen Vorurtheil dägegen einflößt, waren wohl größtentheils Urſache, warum ſich viele Chemiker nicht mit der Unterſuchung der Excre- wente beſchäftigen mogten. Der Gedanke, daß alle orgauiſche Materien gus denſelben Stoſſen gebildet ſind, und„daß der ſchönſte Le>erbiſſen, welchen uns das Thierreich liefert, mit den verachteten Excrementen immer gus denſelben Stoffen zuſammengeſekt iſt; und daß die Excxemente, welche uns ſo großen Ekel ein- flößen,. bald wieder in Gewächſe übergehen, welche wir mit dem größten Wohlgefallen genießen, iſt indeſſen im Stande dieſen Ekel zu überwinden, und uns in dieſen Verſuchen dieſelbe Beharrlichkeit zu geben, mit welcher wir andere Gegenſtände unſerer Unterſuchung unterwerfen. R
- Dex Nubßen,. welchen eine Unterſuchung der Excre? mente ſtiften kann, iſt ſehr beträchtlich, Eine genaue


