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Verſuche und Beobachtungen über die Excremente vom Hornvieh, und ihre
Fäulniß.
Vom Herrn Geheimen Rath Thaer zu Berlin; und Herrn H. Einhof, Lehrer der Naturwiſſenſchaften am Thaerſchen landwirthſchaftlihen Inſtitute.)
Die Excremente der Thiere ſind bis jekt noch zu ſehr von den Chemikern vernachläßigt und zu wenig ihrer Aufmerkſamkeit gewürdigt, als daß wir über dieſe wich- tigen Producte der thieriſchen Natur eine genaue Kennt- niß haben könnten.'
Die Unterſuchungen, welchen unſere Vorfahren die Exeremente unterwarfen, hatten mehrentheils nur zur Abſicht, aus ihnen Materien zu ſcheiden, welche ſich die Einbildungsfraft in ihnen träumte; ſeltener wur- den ſie unternommen, um die eigentliche Natur dex Excremente auszuforſchen.
Der Weg, welchen man bey den Verſuchen, die in lekter Rückſicht angeſteller wurden, einſchlug, beſtand darin, daß man die Excremente einer tro>nen Deſtil- lation unterwarf, und dieſe lieferte immer aus denſels ben Del, Waſſer, Luft und Kohle. Man nahm daher dieſe Materien als die Beſtandtheile der Excremente an, und ſuchte das verſchiedene quantitative Verhältniß derſelben in den verſchiedenen Excrementen zu beſtime men, Die Pflanzen lieferten durch eben dieſen Zerle-
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