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unmerklihen Quantität mit in Anſchlag brachte. Das Kalkwaſſer zeigte nun 7335 kohlenſaures Gas: Das Phosphor-Eudiometer aber, nach Abzug des kohlenſauren Gaſes, 0,11 Sauerſioſſgas, oder 0,10 weniger an, als in der atmoſphäriſchen Luft. 100 Theile Salpeterhalbſau- res Gas in gleicher Portion, mit dieſer Luft gemiſcht, hinterließen einen Rückſtand von 1338 Theilen: Die Miſchung mit der aimoſphäriſchen Luft gab einen Rückſtand von 105 Theilen.
Aus dieſen Erfahrungen erhellt, vermöge der Be- rechnung die oben genauer angegeben worden, daß während des Keimens 2,16 Kubikzoll Sauerſtoffgas verſchwunden, und zur Baſis von 2,97 Kubikzoll koh- lenſaurem Gas, welches ſich in der A:moſphäre der Saamen fand, verwendet worden ſind. Dies Reſultat kommt beynahe mit dem überein, welches die Zuſam» menſetzung dieſes(Gaſes giebt.
Um aber die angeführten Reſultate zu erhalten, müſſen theils alle Saamen keimen, theils müſſen ſie mit der atmoſphäriſchen Luft in unmitrelbarer Berühs» rung ſtehen. Wenn ſie nicht keimen, weil ſie entweder zu ſehr angehäuft, oder von ſchiechter Beſchaffenheit ſind, oder weil zu viel Waſſer auf ihnen ſteht, ſo wird die Menge des erzeugten kohlenſauren Gaſes größer ſeyn, als die, welche durch die Verbindung des der Atmoſphäre entzogenen Sauerſtoffgaſes mit dem Kohlenſtoff der Saamen entſteht. Ueberdies muß man den Verſuch beendigen, ehe ſich alles Sauerſtoffgas, welches in der Atmoſphäre der Säaamen enthalten iſt, n kohlenſaures Gas verwandelt hat- Denn ohne die-


