Jahrgang 
1 (1804)
Seite
249
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von 4 bis 5 Länge getrieben:"ich nahm ſie heraus, und prüfte nun ihre Atmoſphäre. Eine merkliche Ver- änderung des Volums fand ich nicht darin. Das Kalkwaſer zeigte 0,10 kohlenſaures Gas:'Das Phos- phor- Eudiometer, nach Abzug dieſes Gaſes 0,13 Sauerſtoffgas, oder 0,08 weniger als'die"atmoſphäri- ſche Luft enthielt. Dieſelbe Miſchung" mit der atmo» fſyhäriſchen Luft gab einen Rückſtand, der 105 Theilen gleich war. Man findet nach" dieſen Angaben;'wenn man zu der durch das Phvsphor-Eudiometer angezeige ten Quantität Sauerſtöffgas"0,06 hinzuthut, daß während des Verſuchs 3,96 Kubikzoll Sauerſtoffgas verſchwunden, und zur Bildung von 4 Kubikzoll koh» lenſaurem Gas verwandt worden ſind. Die Bohnen ſcheinen alſo in der atmoſphäriſchen Luft kein Sauer» ſioffgas verſchluEt zu haben.

Vierter Verſuch.

Ich that 50 Gran Gerſtenkörner mit* Kubikzoll Waſſer in einen Recipienten, der mit Queckſilber ge- ſperrt war und 18 Kubikzoll mit Kalkwäſſer gereinigte atmo- ſphäriſche Luft enthielt. Die meiſten Gerſtenkörner blieben an den feuchten Wänden des Recipienten hän- gen. Die übrigen ſchwammen zur Hälfte unter Waſ- ſer über dem Queckſilber.

Nachdem die Saamen gekeimt hatten', war ihre Atmoſphäre vermehrt, wenn man die Veränderungen der Temperatur und des Drucks einer für das Auge