Jahrgang 
1 (1804)
Seite
248
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248 als in der atmoſpäriſchen Luft, an- Bermiſchte man Salpeterhalbſauresgas zu gleichen Theilen mit dieſer Luft, ſo blieb ein Rückſtand von 132 Theilen. Nimmt man wit Lavoiſier an, daß die atmoſphäriſche Luft un- gefähr 0,27 Sauerſtoffgas, oder 0,06 weniger enthält, als das Phosphor- Eudiometer anzeigt, welches in der Luft meines Laboratoriums nur 0,21 Sauerſtoffgas giebt; ſo findet man, daß die Luft unter der Glo>e, ehe die Erbſen hineingelegt wurden, 3,705 Kubikzoll Sauerſtoffgas, und 8,395 Kubikzoll Salpeterſtoffgas; daß aver nach dem Keimen daſſelbe Volum der Luft 1,88 Kubikzoll Sauerſtoffgas, 8,395 Kubikzollx Salpeierſtoffe- gas, und 1,035 kohlenſaures Gas enthalte, Cs ſind daher 1,225 Kubikzoll atmoſphäriſches Sauerſioffgas verwendet worden, um die Baſis von 1,035 Kubikzoll kohlenſaures zu bilden. Dies Reſultat kommt der Wahrheit ſo nahe, als man es nur von einer Beob- achtung erwarten kann, die mit ſo ſehr kleinen Luft» maſſen angeſtellt wird.

Dritter Verſuch.

Sch ließ in einen Recipienten mit Queckſilber ges ſperrt 40 Kubikzoll atmoſphäriſche! mit Kalkwaſſer ges

reinigte Luft hineingehen. In dieſe Luft brächte ich

ein kegelſörmiges Slas mit kleinen Kieſelſteinen, die ich mit 2 Kubikzoll Waſſer anfeuchtete, und 5 Boh-

nen darauf legte. 14 Tage nachher hatten alle Bohnen Würzeichen