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fein' anderer Druc als das Gewicht der Atmoſphäre auf. die Flüſſigkeit wirkt. Das Waſſer verſchluckt deſto weniger, je“ größer die Quantität der atmoſphäriſchen Luft iſt, womit das köhlenſaure Gas vermiſcht iſt. Es verſchluckt keine merkliche Portion, wenn das kohlen- lenſaure Gas nur 06,02 der atmoſphäriſchen Luft ein« nimmt." Man kann daher dieſes Verſchlucken durchaus unmerklich machen,“:wenn man entweder das Volum der'atmoſphäriſchen Luft, die mit'dem Saamen in Berührung ſteht, vermehrt, oder wenn man im Reci- pienren nur ſo viel Waſſer läßt, als zum Keimen uns entbehrlich iſt.
Zweyter Verſuch.
18 Erbſen wurden in 113 Kubikzoll atmoſphärt- ſcher Luft, die' durch Kalkwaſſer gereinigt und unter einer Glocke mit Quockſilber geſperrt war, gelegt. Die Flüſſigkeit ſtieg einen Zoll höher, als innerhalb des Gefäßes. In dieſem Recipienten ließ ich 2 Kubikzoll Waſſer übergehen, worin die Erbſen keimen ſollten, die zur Hälfte darin über dem Queckſilber ſchwammen.
10 Tage nac<h dem Anfange des Verſuchs hatten die Erbſen ſo weit gekeimt, daß ihre Würzelchen 34 Linien lang waren, Zc< unterſuchte die Luft unter der Gloc>e: ihr Volum war nicht merklich vermindert worden. Das Kalkwaſſer zeigte 0,09 kohlenſaures, und das Phosphor-Eudiometer, nach Abziehung des kohlenſauen, 0,13 Saquerſtofſgas, aljo 0,09 weniger,


