wohlfeil loöſc<hlagen, im reichſten Maße 3 denn die oben genannten„Dörfer ſind durch ihren Baumhandel zu einem hohen Grade von Wohl- habenheit gelangt. Das einzige Dorf Effel- drich, welches zwar ziemlich groß ſein ſoll, ſoll dem deutſc<en Obſtgärtner Band 1. pag. 227 und 28 zu Folge jährlich 20 bis 24,000 Gulden, ſage vier und zwanzig tauſend Gulden für verkaufte Obſiſtämme aus dem Auslande ziehen. Iſt es aber nicht der größte Unverſtand, ſein Geld, und wenn es auch nur einige Groſchen ſind, für ſolch unbrauchbares Zeug. weg zu werfen? wird niht dadur;g das Emporkommen der Obſt- baumzucht auch im Vaterlande gehindert? iſt es alſo nicht höchſt weiſe und väterlich von unſerer Regierung, wenn ſie ſol< einem betrüglichen Handel zum Beſten der Landesunterthanen zu ſteuern ſuc<t?--
Nicht nur von dieſer Maßregel und den fortgeſeßten Bemühungen der Königl. Landdro- ſtei, ſondern auc) von der großartigen Anlage des Herrn Landes- Deconomie- Commiſſairs Reimerdes, von ſeiner gründlichen pomologi- ſchen Kenntniß unter den Ausſpicien der mehr gedachten Königl. Landdroſtei, läßt ſich mit Grunde viel Erfreuliches für das Fortſchreiten der Obſtbaumzucht in dem Regierungsbezirke Lüneburg erwarten,
Viel Erſprießlihes für das Gedeihen der Obſtbaumzucht läßt ſih auc< von der Königl. Landdroſtei zu OsnabrüF in deren Regie- rungöbezirke erwarten. Dieſelbe erwiederte dem Referenten auf ſein geziemendes Erſuchen unter dem 23. Januar 1832:
„Wir ſind gern geneigt dem Hrn. P. Pr. die deſiderirten Nachrichten über die Fortſchritte und Lage der Obſtbaumzuc<ht dahier mitzu- theilen.
Wir beabſichtigen indeſſen gegenwärtig eine
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allgemeine Verfügung zur-mehrern Beförde- rung dieſes wichtigen Agriculturzweiges und müſſen deswegen wünſchen, daß. die nähere Erwiederung auf das Schreiben vom 17%, d. M. bis nach Beendigung-der mit dem Königlichen Cabinets- Miniſterio und den hieſigen Königl. Aemtern bereits eingeleiteten Communicationen auögeſeßt werden könne.
Da übrigens der Hr. Paſt, eine Anweiſung für»Landleute 2c. geſchrieben und im Jahre 1839 in Dru herausgegeben hat, ſo würde es Uns angenehm ſein, wenn derſelbe Uns vorläufig ein Exemplar dieſer Schrift über- ſenden 1?) und dabei zuglei< anzeigen wollte,
'ob und wo nöthigenfalls eine gewiſſe Anzahl
ſolcher Exemplare bezogen werden kann, Wir erſuchen daher um eine gefällige Mit- theilung, ergebenſt, Osnabrü>, den 23. Jan. 1832. Königliche Großbritanniſch- Hannoverſche Landdroſtei. Bar
So viel ſich Concipient aus dem Jahre 1812, wo er in Oönabrü>k und deren Umge- gend war, noc) erinnert, ſcheint ſic) der dor- tige Boden ſeiner Beſchaffenheit wegen beſon- ders für ſaure Kirſchen zu eignen und wür- den Anbauer derſelben gewiß ihre Rechnung zunächſt. in der großen und volkreihen Stadt Os6nabrü dabei finden.=-
Mehr und größere Schwierigkeiten dürften ſim dem Fortgange der Obſtbaumzucht in den meiſten Theilen des Regierungs- Bezirkes der Königl. Landdroſtei Aurich entgegen ſtellen, wie aus folgenden Mittheilungen der gedach- ten hohen Königlichen Behörde hervorgeht:
„Wir erwiedern dem Herrn Prediger Pr. zu Sconingen auf das unter dem 23. Januar d. I. anhero gelangte Geſuch
45) Dieſes iſt pünktlich geſchehen mir, aber bis jeßt von gedachter hohen Behörde in dieſer Ange-
legenheit weiter noc< nichts zugegangen. Nähr. 11. 2.
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