19... Dreyßigjährige Beobachtungen,|
gehabt, dor ſchwach aufgegangen war, und auf eziem kleinen/ niedrigen Acker acht Tage unter flieſſenden mit Eiß aufge- däammten Waſſer geſtanden hatte, davon befam ich reiche Aerndte, die übrigen Aecer gaben gar nichts. Dieß ge- ſchah 1771.|
Auch ich, wie andere Anfänger, weichte Weizen vor dem Säen in Waſſer ſchwach mit Salpeter vermengt, 1747 und 1748, lernte aber, vaß dieſe Koſten und Mühe verge- lens ſind, wenn die Witterung nicht günſtig iſt.
6. 10, Für Frühlingsſaat ſind folgende Jahre weni- ger fruchtbar geweſen, nemlich unter dem ſechſten Korn, 1748, 49, 52, 57, 725 725 74, 753 darunter treffen 48, 49, 52 und 70, mit dem Rocken zuſammen(F. 8.);- auch werden die Urſachen zutreffen, die von der Herbſtſaat ſind angegeben worden, Bey dieſen Jahren bemerken wir, daß 1757: 725 74 und 75:,.die Frühlingsſaat dünn auf- ging, und nicht buſchigt ward, dieſes wird manchmal von unzulänglicher Herbſtnäſſe verurſacht, da alſo nicht genug Feuchtigkeit in der Erde iſt,-wie ich 1757 und 75 im Früh- jahre beobachtete, da ſich in der Erde keine Näſſe tiefer als eine Spanne fand, welchen Mangel einige im Fruhbjahre fommende Regengüſſe zu erſeßen nicht vermochten. Manch- mal rührt es auch von ungewöhnlicher Trockne des Früh- lings her, daß die Frühlingsſaat ſo dünn ſteht, daher war- 1757, 70, 72, 75, Stoßer Mangel an Gerſtenſtroh. Andre Jahre, als 1761, 64 findet ſich wohl Mangel an; Gerſten- ſtroh, da wuchs die Gerſte mehr in Körner, als im Halm, der Flein blieb. Das ereignet ſich, wenn die Gerſte im Früh- jahr buſchigt. wird, aber dann ſchnell Wärme und Trockne dazu kömmt, davon die Gerſte kurz und klein bleibt, und we- nig in Abſicht auf die Fuderzahl, wie 1757,61,64,72,75-
G. 1x Gegen dieſe weniger einträgliche Jahre des 8. und 15 Sphs, finden ſich eben ſo viel ſehr fruchtbare. Von Herbſtſaat 1761, 64, 65, 66, 67, 69, 77» aber faſt alle Jahre von 58 bis 79, und von 72 bis 77 haben. das
ſie-


