16 Dreyßigjährige Beobachtungen
den, meiſt nur an gewiſſen Stellen Schaden thun, aber nicht über alle Aecker gehen, und eine Pflanze hie, die an- dre da, zerſtören. Man ſieht hieraus, wie nöthig-es iſt, den Rocken ein wenig zu räuchern, und ihn wiederum zu frocknen, ehe er geſäet wird, beſonders wenn er naß iſt. b) Manchmal wächſt auch der Rocken deswegen dünne, weil auf ungefrornes Land Schnee gefallen iſt, oder wegen eines andern Zufalls im Winter und Frühjahr, da die Wurzeln unter dem Schnee verrotten. Im October 1751 fiel Schnee auf ungefrörnes Land, daher rührte großentheils der ſchwache Wuchs 1752, Auch 1757 muſte viel Ro- Fenland mit Frühlingsſaat umgeſäet werden. Meiſtens triſt dieß diejenigen- die im Herbſte zeitig und zu di> ſäett, c) Manchmäl liegt die Urſache in des vorigen Herbſtes Trockne und Waſſermangel, da der Aer nicht zulängliche Feuchtigkeit bekömmt. Das ereignete ſich beſonders 1748 und zum Theil 1751, 56, 74, daher 1749, 52, 57, 75,-| ſchlechtere Aerndte hätte, Ich gebe zu, daß 1757 und,
1775 nicht unter die zu rechnen ſind, wo die Herbſtſaat am wenigſten einträglich war; aber ſie waren doch etwas ſchlechter als vorhergehende und nachfolgende, alſo darf ich
/ Fie wohl zur Erläuterung anführen: J< weiß niemand,
der auf dieſen Umſtand gemerkt hätte, als den Bauer, der beſtändig behauptet, aller Mißwachs fange in der Bräche (Trädes-gärdet) an, und im Herbſte volle Graben wünſchte, ehe der Winter herannahte, nicht, wie Unfundige ſich ein- bilden, daß er im'Winter auf den gefrornen Gräben fahren könne, wenn es im Wege an Schnee mangelt, ſondern weil er da ſicher iſt, daß die Erde hinlängliche Feuchtigkeit be- kömmt, ohne welche kaum die Rockenſaat gut wächſt, un: möglich aber Weizen und Frühlingsſaatk,
2) Seltener iſt der Fehler in der Aehre, da ſich wenig oder kein Mangel an Stroh finder, ſondern nur am Ro >en, Hierinn lag die Urſache des geringen Ertrags der
Herbſtſaat 1756 und 1770, da der Rocken wenig reine ;; Kör-


