Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1779
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beym Ackerbau, 15

den Herbſtes. Mehr Jahre ſind für Herbſt- Und: Frühe lingsſaat weniger einträglich geweſen, nemlich unter dem ſechſten Korne,

Dergleichen wenige einträgliche Aerndten waren dieſe dreyßig Jahre auſſer erwähnte 1748 und 49, auch 1752, 53, 54, 56, 70, 71, die Urſachen ſieht man leicht aus den Tafeln; ſie laſſen ſich in zwey Gattungen theilen, dün- ner Stand des Getreides, und leere Aehren; manchmal auch beydes zuſammen,

1) Wenn Herbſt- und Frühlingsſaäat dünne auf dem Acer ſteht/ ſo mangelt es auch an Stroh, das bemerkt man leicht, weil die Tonneland wenig Fuder giebt. Spy verhielt es ſich mit der Herbſtſaat 1748, 52, 54, 714 Will man nun genatter unterſuchen, wo dieſer dünne Wuchs herrührte, ſo finden ſich folgende Urſachen 1 2) Manchmal iſt die Ausſaat nicht recht tauglich, als 1753, 69, 70, da der Rocken bey der Aerndte ſehr feucht und etwas ausgewachſen war/ daher kam groſſentheils der ge- tingere Ertrag 1754, 706, 71. Hievon bin ich deſtomehr Überzeugt, weil ich 1769 eine vorbeygegangne Furche mit dem Rocken beſäen ließ, welcher meiſt ausgewachſen war, aber kaum die Ausſaat wieder bekam. Es iſt unmöglich, daß alles ausgeſäete ,. geſchwollne und ausgewachſne Ge- treide, das nach dem Schneiden einigermaßen getrocknet iſt, friſchen Wuchs geben kann, noch weniger daß daraus buſchigtes Gewächs kommen kann, denn dazu hat es nicht vollkomfmne Stärke, weil ein Theil davon in dem angefan- genen, nachdem geſtörten Auswachſen, verloren gegangen iſt. Davon haben wir allzuviel Beweiſe, ich kenne jemand, der 1777 ſich über die Ausſaat anſehnlich betrog, und des- wegen däs Jaht darauf ſtarken Mißwachs hatte. Went ſich dergleichen ereignet, pflegt ein Theil des jungen Wuch- ſes völlig auszugehen, da ſchieben unerfahrrie Landwirthe die Schuld auf Raupen, obgleich ſolche, wenn ſie ſich fin:

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