12 DOreyßigjährige Beobachtungen
mal 1769 das funfzehnte Weizen, aber mehrmal das zehnte von Feühlingsſaat, zumal da man bey den Schriftſtellern vom Ackerbau findet, es ſey an andern Orten des Reiches nicht ungewöhnlich, auf das zwölfte Korn beym Roden zu fommen, wid verhältnißmäßig bey andern Getreidearten. Tch will dieſes nicht beſtreiten, ſondern nur erinnern, daß man aus eines und des andern Jahrs glücklicher Aerndte feinen allgemeinen Schluß machen darf, Wer ein und das andrental das zwölfte Korn geärndtet hat; hat ſich viel- leicht mehrmal zuvor und darnach mit dem ſechſten oder ſie- benten begnügen müßen. Die angeführten Beobachtungen
zeigen, wie leiht man ſich in Abſicht auf die Fruchtbarkeit, der Erde betrügen kann, wenn man ſich nur nach drey oder"
vier Jahren richtet, ja wenn man auch nach altem Brauche ſechſe nähme. Wollte man nach dem Ertrage der Jahre 1762, 63, 64, 65,66, 67, rechnen, ſo gäbe das Mittel aus dieſen ſechs Jahren 83, oder ohngefähr das neunte Korn, aber mehr Jahre zuſammen geben das vorhin angeführte.
Man hat keine Urſache zu klagen, wenn das Mittel aus dreyßig Jahren bis 63, oder aus 20 Jahren bis 72 gehn fann. Wenn man aus andern Nachrichten überzeugt Äſt, daß an mehr Orten auswärts, in Deutſchland, Frank- reich und ander8wo, man ſich meiſt mit dem fünften Korn begnügen muß, und an wenig Stellen das neunte erreicht, wie de ta Salle im Manuel d'Agriculture und Mounnier in Memoires ſur quelques experiences&*Agric. berichten. Daher iſt es auch unſtreitig, daß der Aer, hier in Norden, recht abgewartet, ſo früchtbar, wo nicht noch fruchtbarer iſt, als an vielen andern Orten, ſelbſt jeßo noch ſo, fruchtbar, als vordem.
6. 6. Die Columne, welche die Säezeit angiebt, lehvet,.was die Herbſtſaat betrift, daß ſolche innerhalb des 17. Aug. da ſie 1774 anfieng, und des 3. Sept. da ſie 1753,-1757» engieng, iſt unternommen. worden, welcher
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