beym Ackerbau. I
C. 4. Aus dieſen Beobachtungen folgen nachſtehende Schlüſſe: Erſt, findet ſich in dieſen dreyßig Jahren kein merklicher Unterſchied in der Fruchtbarkeit der Acererde. Waren einige Jahre weniger fruchtbar, ſo haben anders den Mangel erſeßt. Es ſcheint, als hätten meiſt alle Jahre 1747= 1757 zuſammen weniger gegeben, als die ſpätern 1757= 17773 denn ein Mittel aus allen dreyßig Jah ren giebt jährlichen Ertrag etwa 6x Rocken, aber ein Mit« tel aus den leßten zwanzig Jahren 1757=- 1777 giebt jährlich 72. Cben ſo verhält es ſich mit der Gerſte, Hier- aus könnte man ſchlieſſen, des Ackers Fruchtbarkeit habe eher zugenommen, als abgenommen, wenn nicht eine große Urſache dieſes beträchtlichen Unterſchiedes darauf ankommen möchte, daß ich theils die erſten Jahre, zu den Zeiten, da ich das wichtigſte im Ackerbaue die erſten Jahre übergehen mußte, abweſend geweſen bin, theils auch unverſtändige Knechte ſich hierbey nicht gehörig verhalten baben. Wes nigſtens ſcheint der Gedanke völlig ungegründet, daß die Fruchtbarkeit der Erde abnehme, J) weiß auch nicht, wie man das ſagen kann, weil die Pflanzen nicht von den Erdtheilchen wachſen, ſondern von der Feuchtigkeit in dex Erde. Deswegen richtet ſich auch die Aerndte allemal nach der Witterung, und nicht anders nach der Aererde, als in ſo fern ſolche die Feuchtigkeit mehr oder weniger annimmt oder behält.
ß. 5. Es möchte ausſehn., als hätte. der Ertrag wenig
zu bedeuten, weil ich nicht mehr als ein einzigesmal 1762 das zehnte Korn vom Rocken bekommen habe, ein anders mal
regnicht. t) Grün und taub. u) Grün und taub, küh- ler Sommer. x) Strenger Winter und. laaugwierige ſtar- Xe Fruühlingstro&ne. y) Warmer Sommer. z) Früh» ling und Herbſt trocken. a) Im Frübjahr keine Feuch- tigkeit in der Erde, trocknes Frühjahr und warmer Som» mer. b) Große reiche Aehren, aber dünn auf dem Ae,


