Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1779
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6 Dreyßigjährige Beobachtungen

zu merken iſt, daß ich in den leßten Jahren allemal habe den Aker zuerſt aufpflügen laſſen; und gleich darauf in die offne Furche fäen, ſo kam die Gerſte in feuchtes Erd- xeich, und die ganze Frühlingsbeſtellung ward erleichtert.

Die dritte Columne zeigt bey der Herbſtſaat, die Säe- zeit der Saat, welche ſolgendes Jahr ſoll geärndtet werden, Sie wird auch allemal in ofſne Furchen geſäet, wodurch die Körner in zulängliche Tiefe kommen.

Bey der Frühlingsſaat iſt in der dritten Columne die Aerndtezeit angeſeßt, Die Tage, welche in dieſen beyden Columnen bis 1753 angeführt ſind, ſind auf den neuen Calender gebracht, den man dieſes Jahr in Schweden annahm.

Erwähnte Säezeiten ſind nicht allemal angegeben, beſonders im Frühjahr, weil ich mich dieſe Zeit bey der fön. Akad. zu Upſala aufhielt. Nach 1767 bin ich allemal gegenwärtig geweſen,

Die vierte Columne zeigt den Ertrag, nach der Größe der Ausſaat gerechnet, woraus die Fruchtbarkeit des Jahres abzunehmen iſt. Sie iſt bey der Herbſtſgat in zwey kleinere gefheilt, die eine für Nocken, die andere für Weizen.

Die fünſte Columne zeigt die Zahl der. Fuder(Laß) von einer Tonnelandes, nicht der geometriſchen, ſondern nach der Ausſaat, Die Tonnelandes aber ändert ſich gar ſehr, nachdem dev Säemann gröſſere oder kleinere Fäuſte hat, Schritte thut, langſamer oder ſchneller geht, ſeine Ar- me mehr odey weniger horizontal führt. Ich läugne nicht, daß Witterung und vechte Beſtellung des Ackers das meiſte zu reicher Aerndte beytrage, aber ich bin auch durch Erfah- rung überzeugt, daß auf des Säemanns Geſchicklichfeit und Fertigkeit mehr, als man glaubt, ankömmt, Daß die Fuderzahl auch in Betrachtung der Größe des Fahrzeus ges etwas veränderlich ſeyn kann, iſt auſſer Zweifel, doch war nöthig, dieſe Fuderzahlen anzuführen, damit einiger-

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