beym Ac>erbau, 7
maßen zu ſehen iſt, wo der Unterſchied hergerührt hat, ob das Getraide mehr oder weniger buſchigt geweſen iſt, ob es auf dem Acker dünn geſtanden hat, ob es mit Gras iſt un- kermengt geweſen, wie ſich oft bey der Frühlingsſaat ereig- net, wenn der Sommer regnicht iſt, woher auch manchmal Mangel an Strohfutter entſtanden iſt,
Die ſechſte Columne zeigt, wieviel Getreide aus jedem Fuder zu erhalten war... Man hat die Berechnung aus allen Fudern zuſammen gemacht, damit ein oder das andre geringere Fuder keine Aenderung machte. Da ſich aber unter der Gröſſe der Fuder ein Unterſchied finden kann, ſo iſt nicht zu bewundern, daß die angegebene Gröſſe aus den Fudern nicht allemal genau mit der übereinſtimmet, die vorhin aus den Tonnenlandes iſt angegeben worden. Ge. nug daß ſie doch einigermaßen zuſammenſtimmen, Jn alten Zeiten brauchte man Probedreſchen. Manche Land«- leute legen auch einige Fuder zum Ausdreſchen bey Seite, damit ſie wiſſen, wieviel Getreide nach der Zahl der Fuder oder der Garben gewonnen wird, aber dieſe Probs hält nie den Stich, denn weiter hin im Herbſte und Winter trocknet die Frucht, und treugt zuſammen, wird auch vom Ungezie- fer ſehr verzehrt. Vergleicht man dieſe Columns mit vor- hergehender, ſo iſt nicht ſchwer zu finden, ob die Aehren volk oder leer, groß oder klein geweſen ſind, mehr Spreu als Körner enthalten haben. Manchmal ſteht das Getreide dünn, aber mit großen viel tragenden Aehren, da ärndter man Getreide, aber kein Stroh.
Manc< Jahr werden kurze Anmerkungen ven der Witterung beygefügt, aber keins, als aus denen ſich un- mittelbar auf die Urſache gröſſerer oder geringerer Frucht- barfeit ſchlieſſen läßt. Bey manchen Jahren iſt nichts an- gemerkt, theifs weit ich abweſend war, theils auch wegen Verſäumniß, imgleichen wenn nichts fonderliches anzumer- fen war. Die Witterungsbeobachtungen zu Upſala müſſen den Mangel erſeßen,
A 4 Herbft-


