Jahrgang 
1 (1767)
Seite
337
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vom<ineſiſchen Oelſaamen. 337

legenheit, neuen Vorrath von Saamen zu verſchaffen, wo« von dieſes Jahr, nebſt etwas von dem alten, ohngefähr 3 Kanne, geſäer ward. Dieſes geſchahe den 12ten May auf einem aufgegrabenen medrig gelegenen Brachfelde, das ohngefähr 80 Duadrarfuß hielte, wo der Saamen auSsge« ſäer und niedergeharkt wurde. Dieſer Aer, ob er gleich nicht zulänglich in Ordnung und von Unfraue frey war, ſchien doch am nächſten mit den Beeten übereinzufommen, die in Thina zum Oelſaamen gebraucht werden.

Nach einigen Tagen, als er dicht aufgegangen war, Fam auch Unfraut mit, und konnte, ohne die Oelpflanzen zu beſchädigen, nicht ausgeriſſen werden; daher es ſolche nac<hgehends zum Theil erſtickte, wie denn auch die Trockne ihr Wachsthum hinderte, ſo, daß einiges davon furz und dünn blieb, aber die Saamen, welche beſſere Stellen be« Fommen hatten, trugen 60 bis 70 Schoten; alle zuſammen reiften gegen das Ende des Auguſts und gaben 2 x Kanne Saamen.

Dieſes war'eine zulängliche Probe, daß er bey uns ohne ſonderbare Wartung zur Reife fömmt, daß Froſtnäch- te ihm nicht ſo viel ſchaden als Trockne, daß er den Schak- ten liebet, daß loeres, thonichtes, und niedrig liegendes Erdreich ihm dienlicher iſt, als fettes und neugedüngtes, welches ohne Zweifel in dieſer Irockne würde Erdflöhe er- nährt haben, die dieſes Gewächſes Feinde ſind,daher auch die Chineſer vornehmlich Aſche über die ausgeſäeken Saq- men ſtatt des Düngers ſtreuen: man muß ihn aber dünne, auf langen ellenbreiten Beeten ſäen, reinigen, und ſeine ſtarken Büſche, die von den dünnen Wurzeln nicht können Zetragen werden, mit langen Stangen x Elle von der Erde

unterſtüßen, damit er gleicher reift, und leichter einzuſamm«. len iſt.

Die Chineſer ernten gemeiniglich das 100 bis 120ſte Korn hievon, und erhalten davon im Preſſen'50 pro Cent

Del.'Die ausgepreßten Kuchen werden öwar auch vom Schw. Abh. XxvV1, 23. 9 Viehe

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