Jahrgang 
1 (1767)
Seite
336
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336 Bericht

Weder Abwechslungen von TroEne und Feuchte, Hi- ße.und Kälte, die bey ſo langen Reiſen-ſich ereignen, noch auch die Zeit, hatten dieſen Saamen geſchadet, da eine dae zwiſchen kommende Reiſe mich hinderte, ſie die folgenden zwey Jahre auszuſäen 3; aber aus Furcht, daß ſie mißlingen würden, nahm ich, um mehrerer Sicherheit willen, einige friſchere Saamen bey der nächſten Reiſe mit.

Im Frühjahre 1757 ſäete man von beyden Arten an unterſchiedenen Stellen bey Götheburg aus, beyde hätten auch gewiß ihren Vortheil gebracht, wenn nicht einige Erd- flöhe, die ſich bey der langwierigen Trockne gemehret hat- ten, aller angewandten Mühe und Auſſicht ohngeachtai, ſie im Grunde verzehrt hätten, ſo, daß wenig zum Blühen ka- men, ehe ihnen eben das Schickſal von dieſem Ungeziefer widerfuhr.

Obgleich dieſer Verſuch zum Theil mißlang, ſo mach» te er mich doch begierig, mir bey der nächſten Reiſe neue Saamen zu verſchaffen, und mich um den nöthigen Unkfer- richt von ihrer Wartung, Preſſung, und dem Modelle der Oelpreſſe und derſelben Zubehör zu befümmern; welches alles 1760 glücflich verrichtet ward, und den folgenden Sommer hatte man zu Sto>holm, in Upland und Roſla- gen Proben von dem Wachsthume der Pflanze, und im Herbſte von ihrer völligen Reife.

Die einfache, aber zu ihrer Abſicht vollkommne Preſſe, deren Beſchreibung ein andermal mitgetheilt werden ſoll, und nach welcher eine oder mehrere ſchon ohne große Ko» ſten gemacht ſind, hatte ich die Ehre der Königl. Akad. zu- gleich mit dem Modelle einer bequemen Mühle zu Zer- quetſchung des Saamens vorzuweiſen. Jc< machte auch in Gegenwart einiger vornehmen Herren einen Verſuch mit 16 Loth dieſes Saamens, die 8x Loth klares Oel gaben, man briet eine Brodtſchnitte darinnen, die. faſt ſo gut ſchmeckte, als in Butter gebraten.

Die<ineſiſche Reiſe dieſes Jahr verurſachte! bey

meinen fernern Verſuchen einigen Aufſchub, gab ader Ge- legen«