den 1yten.Det.i762 zu Upfſal»beobachtet.- 7
aus einem»Objectivglaſe zwiſchen 29 und 32 Fuß-Brenn- weite zu verfertigenz man theilt das Glas in zwo Hälften, die auf eine Scheibe befeſtiget werden, doch ſo, daß die Hälf- ten parallel mit demjenigen Durchmeſſer können verſchoben werden, nach welchem. das Objectivglas durchſchnitten iſt, und auf welchem die Mittelpuncte der Hälfte genau paſſen müſe« ſen. Jede dieſer beyden Hälften macht ihr Sonnenbild in einerley Brennweite, und wenn man ſie verſchiebe, ſo ändert ſich der Abſtand zwiſchen den Sonnenrändern. Die Brennweite verhält ſich auch zu der Verrüung der halben Objective nach einer geraden Linie, die durch Maaß- ſtab und Nonius gemeſſen wird; wie der Sinus kotus zur Tangente des Winkels, um welchen man dieſe Gläſer ver« rückt hat. Man bringt dieſes Werkzeug an ein Spiegels- teleſfop, das zu nichts anders dient, als den Abſtand zwiſchen den halben Objectiven, und deren Brennweite zu vermindern, und dadurc) das Verſchieben der Gläſer be- quem zu machen*,
Ich habe mit einem ſolchen Werkzeuge, wie den Durchs gang der Venus durch die Sonne den 6ten Jun. 1761, ſo auch die Sonnenfinſterniß. den 17ten. Oct. 1762, hier zu Upſal obſervirt, und da dieſe Mikrometer auf Sternwar- ten eben noch nicht gemein ſind, noch weniger bey andern
kiebhabern der Sternkunde**, ſo mache ich meine Beobach« A 4 tungen
* Dieſes Objectivmikrometer, wie es hier beſchrieben wird, iſt Dollonds Erfindung. Schon zuvor ehe es bekannt wurde, hatte Herr Bouguer etwas ähnliches als einen Sonnenmeſſer(heliomerre) angegeben. Beyde beſchreibt de 1a Larde, Aſtronomie, 1942 1. f. 9. Man ſehe auch Smitbs Lehrbegriff der Optik, nach meiner Ausgabe, 3. B. 142. 5. Anm. f. ZRättner.
%* Heopy Zimmermann, Prof. am Carolino zn Braunſchw. hat mir berichtet, daß des Herzogs zu Braunſchweig Durbl. vor kurzem ein Teleſfop mit dergleichen Mitkrometer erhalten. 4
Zäatiner-


