Jahrgang 
1 (1767)
Seite
6
Einzelbild herunterladen

-

6 Die Sonnenfinſterniß,

gente des Winkels, um wel<>en das Haar iſt verrückt wor« den, zum Sinus totus.-Vermittelſt eines ſol<en Mikro- meters, läßt ſich der Abſtand zwiſchen den Hörnern der Sonne meſſen, oder, die Größe der Finſterniß von einer Zeit zur andern angeben. Wie aber das beſtändige Fort- rücfen der Sonne dieſe Meſſungen ſchwerer und unſicherer macht, ſv/iſt am dienlichſten das Mikrometer dazu zu'braus hen, daß man die Unterſchiede der Abweichungen, entwes Der von den Rändern der Sonne und des Mondes, oder von dem Sonnenrande, und einem ihrer Hörner mißt, man fann auch alle dieſe drey Unterſchiede der Abweichun- gen, einen nach dem andern meſſen. Dieſes geſchieht ſol« <heorgeſtalt: man bringt eines der unbeweglichen Haare, womit das bewegliche paraliel gehet, an den Sonnenrand, und zwar ſo, daß es ſich im Tagekreiſe der Sonne befindet, nachgehends bringt man das bewegliche Haar an der Rand des Mondes, oder an eines der Hörner, und bemerkt die Zeit. Zugleich beobachtet man, in was für Augenblicken die Ränder der Sonne und des Mondes, oder'ihre Mit- telpuncre, durc< das winfelrechte Haar geben welches ſich im Stundenkreiſe befindet, dadurch beſtimmt man die Unterſchiede der Rectaſcenſionen. Dieſe Beobachtungen erfordern große Aufmerkſamkeit, und ſind ſchwer zu bes werkſielligen*

4) Die bequemſte, und zugleich die richtigſte Art, eine Son- nenfinſterniß wahrzunehmen, geſchieht durch das Objectiv» mifrometer, bey welchem geringere Fehler zu befürchten ſind, als bey irgend einem andern Werkzeuge. Man pflegt es

aus

> Deutſche Leſer finden von dieſen und andern Arten, Son- nenfinſterniſſe zu beobachten, ſo wie ſonſt von vielem das zur Kanſt zu obſerviren gehört, ſehr gute Nachrichten in Reccards Abhandlung von der großen Sonnenfinſterniß den 1ſten April 1764. Herr R, hat auch die Beobachtun-

gen djeſer Sonnenfinſterniß herausgegeben. Köſin ex.