'312- Anmerf, über die Unterſuchung,
waſſer nicht gelingen wollen. Doch kann ich mich nicht er- innern, ob es hier ſo oft gemahlen worden, als von Herrn Lewis z aber das weiß ich, daß das Mahlen wenigſtens zweymal ſo lange gedauert, als nöthig iſt, Eiſen bey zuge- goſſener Vitriolſolution zu amalgamiren. Herrn Lewis Verſuch, daß Platina mit andern Metallen, die ſich leicht amalgamiren laſſen, zuſammengeſchmelzet, auch vollkom- men mit ins Amalgama geht, iſt ſehr artig: Aber mit reinem Waſſer auf Queſilber wird das Platina, wenn es rein iſt, nicht amalgamiret, wie andere Metalle, außer dem Eiſen, und auc< Zink, Wißmuth und'Spießglas- Fönig ſich amalgamiren laſſen. Dieſes iſt hier verſuchet worden, und folget auch daraus, weil Gold in Weſtindien durch Amalgamiren aus dem Erzte gebracht wird, da Pla- tina dabey iſt, und nicht amalgamiret wird.' Herr Lewis Hat ſolches auch aus den Quecſilbertropfen und Stückchen amalgamirtes Gold geſchloſſen, die dem Platina gefolget ſind. Hieraus erhellet, daß die Art Gold von Platina zu ſcheiden, die im vorhin angeführten Viertheljahre der Ab- handlung der Akademie der Wiſſenſchaften gelehret wird, ihre Richtigkeit hat,
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Aus dem, was ich hier gewieſen habe, läßt ſich fol- gendes ſchließen: 1) Wiewol. man die eigenen Schweren flüßiger Körper und Auflöſungen ſicher genug durch Abwä- gen im Waſſer erforſchen kann: ſo iſt doch dieſes Verfah- ren bey feſten Körpern nicht ſo ſicher, weil man darinnen von der LoFerheit der Höhlungen und Luftblaſen gehindert wird, die man bey Unterſuchung flüßiger Körper vermei- den kann. Vorhergehendes zeiget dieſes deutlich, da die Vermiſchung des Platina mit einerley Metalle bald ſchwe ver, bald leichter geworden iſt, als die Rechnung angiebt. Dieſes ereignet ſich auch mit reinen Metallen, nachdem ſie mit ſchwächerer oder ſtärkerer Hiße geſchmelzet oder 4-1
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