Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1757
Seite
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wegen des Metalles Platina di Pinto. 313

ſen worden ſind, daher ſie innerlich oder äußerlich mehr oder weniger Höhlungen bekommen.

2) Daß man die eigene Schwere des Platina noch nicht recht weiß, aber wenigſtens ſicher ſchließen kann, ſie ſey größer, als die Schwere des Goldes, weil man ſie im 9. S. 22, 003 gefunden hat. Sollte bey dem Schmelzen etwas vom Zinne verloren gegangen ſeyn, ſo hat ſolches nicht mehr als;z5 vom Gewichte der ganzen Miſchung be- tragen können. Denn Herr Lewis hat einen ſolchen Ver- luſt bemerket, da ein Theil Platina mit zwey Theilen Zinn zuſammengeſchmelzet worden, woraus ſich ſchließen läßt, da die erſte Vermiſchung faſt von einerley Gewichte mit dem Linſatze der Hetalle iſt gefunden worden, daß der Abgang nicht 55 betragen hat. Nimmt man ihn auch ſo groß an, ſo hat ſolche Miſchung nach dem Schmel- zen aus 25 Platina und 33 Zinn beſtanden, welcher Mi- ſchung eigene Schwere 10, 827 geweſen iſt, daß alſo die eigene Schwere des Platina 2x, 5x0/geweſen ſeyn muß, wel- ches die geringſte iſt, die das Platina in einer ſolchen Mi- ſchung, in Betrachtung des Abganges des Zinnes, haben kann. Nun kann geſchmolzen metalliſches Ziny nicht mehr no<h weniger Brennbares bey ſich haben, oder auf dieſe Art ſeine eigene Schwere ändern, wie Eiſen; daher wird das Platina anſehnlich ſchwerer ſeyn, als Herr Lewis aus ſeinen eigenen Verſuchen geſchloſſen hat, ja ſchwerer als Gold. Hätte Herr Lewis die eigene Schwere der Mi- ſchung, da er Platina und Gold zuſammengeſchmelzet hat, durch Abwägen im Waſſer unterſuchet und angegeben: ſo ließe ſich daraus die eigene Schwere des Platina zuver- läßig herleiten. Esiſt ſchlimm, daß man von dieſem ſon- derbaren Metalle hier zu Lande ,noch nicht mehr bekom- men fann.

3) Daß es eine Materie in der Natur giebt, die ſchwe- rer als Gold iſt, welches bisher die ſchwerſte aller bekann- ten Materien auf unſerer Erdkugel war.

Us 4) Daß