308 Beſchreibung,
S. 3. Das Land, das man zum Wau beſtimmet hat, muß verſchiedenemal geacert und geeget werden, als im Frühjahre, um Johannis und im Julius, damit das Erd- reich loer und'vom Unkraute befreyet wird. Am Ende des leßterwähnten Monates, oder im Anfange des Auguſts müſſen die zarken mit Sande vermengten Saamen ganz dünne ausgeſäet werden, in welcher Abſicht man ſie auch mit Sande vermenget. Mit 32, oder höchſtens 4 Kappar kann man eine ganze Tonne Landes beſäen.
S- 4- Nach der Ausſäung fährt man ganz'leichte mit einer hölzernen Ege darüber, damit die zarten Saamen nicht allzutief fallen 3 und wenn das Land uneben iſt, geht man mit der Walze darüber, da man nach acht Tagen ſehen wird, wie das Gewächſe hervor kömmt.
9. 5- Um Midhaelis, da meiſtens das Unfraut zu- gleich mit herauf gefommen iſt, muß man ſolches mit flei- nen Harken wegnehmen, und nach dieſem iſt nichts weiter zu beobachten, bis auf das Frühjahr, da man das Unkraut und den Wau ſelbſt, wo er zu dicke ſteht, wieder auf dieſe Art ausjätet 3 denn wie es nicht gut iſt, daß'er allzu dün- ne ſieht, da er ſonſt grob wächſt, ſo muß man ihn auch nicht zu die ſtehen laſſen, da eine Staude die andere erſti- &et und an der-Reife hindert.
9. 6. Am Ende des Mays fängt der Wau an zu blühen, welches lange dauert, und wie man meiſtens auf einem Stengel Blumenknoſpen, ausgeſchlagene Blumen und reifen Saamen findet, ſo muß man beym Abnehmen des Waus die mittlere Zeit in Acht nehmen, und ſolches verrichten, wenn die untern Blätter anfangen etwas gelb zu werden, und das Saamenbehältniß eine citronengelbe Farbe bekommt, welches im Anfange oder im Mittel des Auguſts geſchieht,:
9. 7- Das Abnehmen verrichtet man zu erwähnter Zeit auf die Art, wie man Flachs raufet: Man nimmt den Wau mit Stiel und allem, ſchüttelt die Unreinigkeit gelinde ab, daß die Sggmen nicht ausfallen, und bindet ihn in
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