Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
Seite
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Uebereinſtimmung mit den Flußfiebern, 233

fteißiget man ſich, die Urſache ſelbſt unmittelbar zu heben, fo müſſen ihre Folgen von ſich ſelbſt verſchwinden. Kann ich, mit einerley Mittel, die Folge einer gegebenen Urſache, ( Cauſla data) und auch eine Folge einer noch unbekannten

. Urſache(Cauſa non data) heben. 3 ſo läßt ſich, meinen Ges

danken nach, ſicherer aus der Erfahrung(a poſteriori) ſchließen, daß beyde Folgen entweder von einerley Urſache hergefommen ſind, oder, daß die Urſachen ſehr nahe mitein= ander verwandt ſind. Dieſes iſt auch eine Art Beweis, wel- c<e ih für mein Theil für gültig genug halte, Jc< habe alſo die Folgen gehemmter Ausdünſiungen, in Flüſſen, Zahn» ſchmerzen und Flußſiebern betrachtet. Daß kalte Fieber unter eben der Urſache begriffen ſiad, ſcheint mir mit deſto größerer Sicherheit zu ſchließen, wenn ich ſehe, was für eine Uebereinſtimmung zwiſchen den Dingen, welche die Ausdün- ſtung hemmen, und dem Fieber ſelbſt iſt(9. 5. 7.)... Noch mehr werde ic) hievon überzeuget, wenn ich ſehe, daß dasje- nige dem Fieber am beſten zuvor kömmt, was am beſten ver» Hindert, daß die Ausdünſtung nicht gehemmet wird. So habe ich gefunden, daß diejenigen, welche Fieber zu bekom- men ſehr auegeſeßt ſind, davor gänzlich ſicher bleiben, wenn ſie entweder um die Zeit, da ſie es zu bekommen pflegen, oder auch ſonſt, wenn es feucht und dicke Wetter iſt, etwas geiſtiges gebrauchen, ein paar Gläſer portugieſiſchen Wein trinfen u. ſ, w. ehe ſie den Tag über ausgehen, damit der Körper deſio beſſere Ausdünſtung hat. See ich nun dazu wie Flußfieber, Flüſſe und Zahnſchmerzen, völlig mit ehen den Mitteln gehoben werden, die für das kalte Fie: ber helfen(FS. x0.), ſo werde ich. nod) mehr darinnen be ſtärket, daß alle dieſe Krankheiten von einerley Natur ſind, und von eben derſelben Urſache herrühren: die Urſache aber iſt eine Catarrhalurſache(8. 9, 10.) Alſo behaupte ich, die eigentliche Urſache des kalten Fiebers ſey nur eine Catar» rhalurſache.

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