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Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
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264
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264 Beſchreibung des Kirchſpiels

Auf einer andern ſteht:

Cubat hic Cathariva--== Margareta Chriſto grata tumulata.

Alſo iſt Maria, deren Familie ungewiß iſt, unter der'

Aebtißinn Catharina, des Fürſten von Revel, Swato»- polchs, Tochter, Nonne geweſen. Auf vielen ſolchen Stei« nen iſt die Schrift abgenußt und unleſerlich, doch ſcheinen ſie alle mit vorerwähnten von einer Art geweſen zu ſeyn.

Von des prächtigen Kloſters, das König Inge ange- legt hatte, anſehnlichen und weitläuftigen Gebäuden, findet man noch viel Ueberbleibſel. Von der eigenen Wohnung Des Königes ſtehen noch hohe Mauern von Grauſteine, welche zulänglich weiſen, daß ſie die älteſten ſind, weil alle Kloſtergebäude von eben ſolchem Kalkſteine, wie die Kirche, ſind erbauet worden. Man nennt auch dieſes Gebäude noch ißo den Rathsſaal, oder Königsſaal. Der Speiſeſaal der Monnen ward vor 7 Jahren zum Thurmbau in&indföping eingeriſſen, und die übrigen noch ſtehenden Kloſtergebäude werden eben das Schickſal erfahren, wiewol ſie bey dem Prieſtergute gebraucht werden, wofern nicht die Koſten des Einreißens mehr betragen, als dex Werch des Bauzeuges, Den man noch brauchbar erhalten kann.

Als die Stadt Undköping 1567 abgebrannt war, befand ſich das Kloſtergebäude in dem Stande, daß man es lange Zeit zum Schulhauſe für die Jugend des Stiftes brauchte,

aber ißo iſt keine andere Schule hier, als die, in welcher der

Glöckner die Jugend des Kirchſpiels unterrichtet,

Von der Heiden Zeit findet man noch viele Denkmaale, als alte Hügel(ätrehögar) u.d. gl. zum Beweiſe, daß dieſer Ort auch dainals iſt wohl bewohnet geweſen, und auch damals anſehnliche Leute haben hier wohnen wollen.

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