Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
Seite
265
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vom Kloſter Wreta in Oſigothland. 265

I< will auch die Ueberbleibſel von ein paar Feſtungs- werken erwähnen, weil ich finde, daß ſie von allen jind über» gangen worden, welche die vormaligen Feſtungen in Schwe- den beſchreiben. Von dem Walde Snafwe geht eine Lands ſpiße in die Roxenſee, wo auf einem der daſigen höchſten Berggipfel ſelbſt am Seeufer Ueberbleibſel einer ſtarken, und damals wichtigen Feſtung zu ſehen ſind, die man noch durchgängig Snafweſchanze nennet. Die Nachrichten, welche man hiervon von uralten Zeiten her har, melden, es habe hier eine mächtige Frau gewohnet, von welcher die Kinder noh zu reden wiſſen, und ſie. Snaſwefrau nen= nen: auc) werden-noch von den Bauern Brunnen an dem Berge'gewieſen, welche Scheunenbrunnen, Gartenbrun- nen und Hofbrunnen genannt werden,|

Etwas gewiſſes davon zu ſagen, wer dieſe Frau gewe» ſein iſt, wäre vermeſſen, aber die Lage, die Stärke der Feſtung ſd wohl der natürlichen Lage, als der damaligen Befeſtigungskunſt nach, und die Nachrichten,' die immer einer von dem andern erhalten hat, bringen mich auf die Gedanken, König Ragnar.Lodbrock habe hier ſeine Gemahlinn gefunden. Die andere Schanze hat zu äußerſt am Ufer des Nybroſtromes gelegen, wo daſſelbe viel höher iſt als an andern Gegenden um die Schanze. Man ſieht noch Ueberbleibſel von Wällen, tiefen Gräben und unterir- diſchen Gängen, und vor einigen Jahren lebten alte Leute, die in ihrer Jugend da nach Schäßen gegraben, aber nichts als allerhand alte und verroſtete Kriegsgeräthſchaft gefun= den hatten, Wie dieſe Feſtung geheißen, und wozu ſie ges dienet hat, weiß niemand zu ſagen.

Nun füge ich noch ein Verzeichniß der Gebohrnen und Verſtorbenen bey, ſo weit zurüke, als man aus dem Kir- <enbuche einige Gewißheit hat.

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