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42 Bon der Bewegung des Waſſers
das mittelländiſche Meer von der Menge hineinfaklender Ströme viel ſüßes Waſſer erhält. Die Antwort hierauf aber iſt: das Seewaſſer bey beyden Polen hat bekannter. maßen weniger Salz, als 0. beym Aequator: ein be» ſtändiger Strom führer dieſes ſüßere Polvaſſer zu dem Ae- quator, einige große Flüſſe, 6 die Guadiana und der Guadalquivir, fallen an beyden 5 Küſten gleich, laufen vor der Straße mit ſüßem Waſſer in die ſpaniſche See, eine tägli- <e und heftige Ebbe und Fluth beweget dieſe Waſſer be- ſtändig durch einander, vom Boden bis an die Oberflöche, Aus dieſen Umſtänden iſt leicht zu ſchließen, daß das<Zaſ- ſer im atlantiſchen Meere nicht ſo ſalzicht ſeyn kann, als im mittelländiſchen, wo es dur die Ausdünſtung unauſhörlich ſalzichter und ſchwerer wird.
9. 30. Was den nur erwähnten Strom vom Pole bis an die Linie betrifft, ſo bezeugen die Seefahrenden genug- ſam deſſen Daſeyn. Sie ſegeln allezeit ſchneller von den Po- len nach der Linie, als entgegengeſeßt,(Zicctiol. Geosr. Ret. L. X. c. 3.) und ſie ſehen alle Jahre große Eisberge von Norden nach Süden treiben.* Verſchiedene Urſachen können etwas zu dieſem Strome beytragen, und man kann weiſen, daß das Waſſer, welches er mitbringt, nicht viel Salz enthäle., Wenn das Waſſer zu Eis gefriert, wird es leichte, und ſchwimmt oben auf, Wenn Eis aus Salz- waſſer wird, geht wenig Salz in das Eis. Jh habe durch vielfältige Verſuche geſunden, daß das Eis, in zweylöthich- tem Salzwaſſer kaum ein Viertel löthicht Waſſer enthält, daß Eis von einer ſechslöthichten Salzſvole, nachdem es ge- ſchmelzr iſt, nicht mehr als ein zweylöthichtes Waſſer giebt, U. ſ- w. nach Proportion. Bey einigen Salzſiedereyen bes diene man ſich der Kälte, die Soole ſtärker zu maßen; ſie laſſen das Waſſer anfangs zu Eiſe gefrieren, nehmen vas Eis weg, und ſondern dadurch einen großen Theil ſüßen Waſſers ab, das übrigbleibende aber wird ſalzichter, und hiedurch erſparet man Zeit und Geurung, welche ſonſt auf
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