34 Bon der Bewegung des Waſſers
6. 14. b. Man verfertiget aus des mittelländiſchen Mee« res Waſſer Salz durch eine natürliche Ausdünſtung, derge- ſtalt, daß man das Waſſer in ebene und flache Behältniſſe läßt, ſo, daß es, nach Walchs Beſchreibung, darinnen 1 2 Zoll hoch ſteht. Dieſes Waſſer läßt man durch die Sonnenhiße ausdünſten, bis es ſein Salz fahren läßt, wel- <es innerhalb 24 Stunden in der wärmeſten Jahreszeit zu geſchehen pflegt, wenn es indeſſen nicht regnet.
6. 15. Dr. Hofmann(Salzwerkebeſchreib,) bes richtet, ein Pfund Waſſer aus dem mittelländiſchen Meere enthalte 2 Loth Salz; aber das Salzwaſſer läßt ſein Salz nad) meinen eigenen ott wiederholten Verſuchen nicht fallen, bis vas Waſſer ſo weit ausgedunſtet iſt z daß die Vermi- ſchung aus 5 Loth Salz und 13 Loth ſüßem Waſſer beſteht. Daher muß die Ausdüyſtung an den Küſten des mittellän- diſchen Meeres in der wärmeſten Jahreszeit innerhalb 24 Stunden auf jedes Pfund Waſſer, das in vorerwähnten Behältniſſen eingeſchloſſen iſt(in größern Tiefen würde ſie nicht ſo geſchwinde geſchehen,)' 24 3 Loch Waſſer fortführen, welches 2 des 1 T Zolles macht, den die Tiefe des Waſſers
im Anfange berrcug. GSolchergeſtalt wäre die Ausdünſtung
in 24 Stunden 13 Zoll. Wollte man nun zugeben, daß die 1x Zol! Waſſer in 24 Stunden gar austrockneten, und das Salz völlig troen ließen, und daß das Salz 35 von der ganzen Maſſe ausmachte, ſo käme die tägliche Ausdünſtung I+5 Zoll, und die jährliche 44 55 Fuß, wenn es das gan« ze Jahr durch gleich warm wäre, und fein Regen fiele. Weil es aber nur einige Monate das Jahr über ſo Warm iſt, und wenig Tage ohne Regen vergehen, dazegen cs zu manchen Jahrszeiten um das mittelländiſche Meer herum faſt beſtän- dig regnet, und die Ausdünjrung geringer iſt, ſo kann man dem mittelländiſchen Meere nicht 44 Fuß jährliche Ausdün- ſtung geben, zumal, da Leniery(Cours de Chymie) ſchrei» bet, bey Rochelle dünſie von 6 Zoll tiefem Seewaſſer in 14 Tagen in der beſten Jahreszeit kaum ſo viel aus, daß ſich das Salz davon fälleie,
6. 16,
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