Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1755
Seite
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Waſſers

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iim atlantiſchen Meere, 33

ſen wir dieſer Umſtändtiwegen etwas anſehnliches von vor» erwähnter Berechnung ver Menge des Waſſers, das durch die Enge einfließt, heruntgy laſſen. Gleichwol aber ſcheint es, als könne man mit Sicherheit für ausgemacht anneh« men, daß alles das Waſſer, welches das mitteiländiſche Meer jährlich durch die Enge und den Nil bekömmt, ſeine Höhe wenigſtens 20 Fuß vermehren müſſe.

S. 13. Seßet man nun hiezu die großen Ströme die Donau, den Dniſter, den Dnieper, Don und mehrere, welche in das ſchwarze Meer fallen, und ihr Waſſer alſs von dar dur die Meerenge bey Conſiantinopel in das mit2 telländiſche Meer ſenden, wie auch die Menge größerer und Fleinerer Ströme und Flüſſe, die von allen Seiten gleich.in das mittelländiſche Meer fallen, ſo wird niemand läuanen können, daß die Höhe des Waſſers im mittelländiſchen Mgex- re von einem ſv häufigen und ſtarken Zuſammenſluſſe jährs lich wenigſtens auf 39 Fuß ſteigen müſſe.

6. 14. 2. Daß eine ſo große Menge Waſſers nur in Düns

ften fortgehen ſollte, ſcheint ganz unglaublich, weil in dies.

ſem Falle die Ausdünſtung des mittelländiſchen Meeres 25 mal jtärfer wäre, als um Paris, wo der Landſtrich doch nicht ſo gar viel kälter it. Eine See von 30 bis 40 Fuß tief, die feinen Zufluß hätte, würde vermuchlich, ſelbſt un- ter der Linie, nicht in einem Jahre austro>nen. Nichts deſtoweniger hat der berühmte Herr von Düffon neulich dieſen Saß behaupten wollen, und in ſeiner Nacurgeſchich- te XI Art. ſeiner Theorie vom Meere, Folgendes geſchet? » Alles dieſes beweiſet, daß die Ausdünſtung zulänglich iſt, eine ſehr anſehnliche Menge Waſſers zu erheden, und daß dieſer großen Ausdünſtung wegen auf dem mittelländiſchen 5», Meere, das Waſſer ves Oceans beſtändig durch die Enge ».von Gibraltar hineinläuft?c.,, Der Widerſpruch eines ſo ſcharffinnigen Naturforſchers nöthiger mich, genauer zu Unterſuchen, wie es ſic) mit der Ausdünſtung im mütellän- diſchen Moore verhält.

Schw. Abh, XVI11 2. G. 14, b,