Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1745
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1e Anleitung, zu Berbeſſerung

fömmt, ſondern mehr ausgebreitet wird, ſo wird auch nicht ſv viel Holz zur Röſte erfordert, und es wird doch alles beſ- ſer durchgebrannt, weil das Feuer alsdenn beſſer quf das Erzt arbeiten kann. 6, Wird eine Röſtung in einer ſolchen runden Röſte auf die gewöhnliche Art wohl abgewartet, wohl mit Geſtübe bede>et, und beſonders in der Abſicht beobach- tet, daß ſie gleichförmig brennet, welches durch die Ventile zu erhalten iſt, und dieſer Umſtand allein ſcheint ſchon den Unterſchied zwiſchen vieſer Verrichtung der Röſten, und der gewöhnlichen, zu bezahlen, 7 Ey “9, 6. Zweytens bey den Schmelzöfen. Die ge- wöhnlichen Röhren ſind wohl rund, aber der Heerd(Stsl- jet) iſt noch viereckicht. Wollte man auch dieſe rund ma- chen, ſv würden ſich 1. die Schlafen nirgends anſeßen, die ſonſt bey den viereFichten die Ecken einnehmen, da es daſelbſt nicht ſo heiß iſt, als ander8wo, und die alsdenn mit vieler Arbeit des Schmelzers daſelbſt müſſen abgeſtoßen, an die Spiße(til Timpen) getrieben, und ſo viel möglich iſt, flüßig erhalten werden. 2. Bekömmt man dadurch eine zeitigere, überall gleich ſtarke und beſtändigere Hiße, zu nicht geringem Vortheil bey geſchwindem Schmelzen des Erztes, als in den viereckigten Heerden, mit denen der Ofen feinen guten Gang haben kann, ehe die Een, nach Aufwand vieler Kohlen, nach einigen Wochen, mit den Schlacen erfüllet ſind, und der Heerdplas ſelbſt eine runde Geſtalt.angenommen hat. Man ſieht dieſes deutlich an al ten ausgebrännten Schmelzöfen, da die E>en mit Schla- &en erfüllt, und-bie Seiten ausgefreſſen ſind. Außerdem iſt es bey einer Bergmannshütte mit Vortheile verſucht wor- den, daß man eitlen Schmelzofen, ohne Umwechſeln oder Einſeßung eines andern Heerdes, zum zweyten Schmelzen gebraucht habe, nachdem er von dem erſten Schmelzen wohl zu einer runden Geſtalt ausgeſchmolzen war.|

* Die Schwierigkeiten, welche hiegegen von den Schmel- zern können angeführet werden, daß ſolches vordem nicht ge- bräuchlich geweſen iſt, daß ver Heerd nicht kann darnach gemacht