des Schmelzweſens. 9
da das Erzt das erſte mal nicht überall gleich geröſtet wird, ſondern ein guter Theil davon roh und ungebrannt bleibt, beſonders in den Een, dagegen die Hiße in einer runden Röſte überall gleich iſt, und daher auch ein gleiches Röſten verurſachet, Fünftens laſſen ſich die Röſten ſolchergeſtalt auch bequemer und geſchwinder, und mit Exſparung der Koſten, füllen,
. 6. 6%. Wie indeſſen bey der Bewerkſtelligung ſolcher Oefen einige hiey nicht überlegte Umſtände vorfallen können, ſo hat man, außerdem daß jeder, dex damit zu thun, ſolche am beſten entdefen, und auf Mittel, ihnen vorzufommen, denfen Fann, doch hier ſo viel anmerken wollen: 1. Wenn die langen Scheite in die runde Mauer nicht paſſen, muß man fürzere brauchen, oder 2, da die Ventile unten am Fuße des Ofens zu einem gleichen Brennen helfen, ſo iſt in dem leßterwähnfen Umſtande an der runden Geſtalt des Ofens nicht ſo gar viel gelegen, ſondern eine viere>ichte Mauer mit Ventilen thut ebenfalls gute Dienſte, 3. Soll- te die Röſte, wenn ſie über der Erde erhaben iſt, mit dem Kran(5, 9.) zu füllen, zu beſchwerlich werden, ſo kann man ſie eingraben, aber alsdenn macht man auch einen;großen Graben rings herum, ſo daß man nicht allein bey den Ven- tilen ab und zu kommen fann, ſondern daß auch aller Zu- fluß von Waſſer dadurch abgehalten wird. Wenn die Rö- ſte ſoll gefüllet werden, kann man einige ſtarke Breter über den Graben legen, odey ſolchen mit Stroh- oder Heubün» deln aysfüllen, daß man darüber, wie über eine kleine Brüfe, fahren, und das Erzt mit. dem Schiebekarrn hinein in die Mauer ſchütten kann, 4. Sollten wohl viele gemauer- te Röſten vortheiſhafter ſeyn, als eine einſige große, ſowohl, weil die Hiße vermittelſt der Ventile beſſer kann regieret werden, als auch, weil ſolchergeſtalt Holz erſparet wird. 5. Scheint auch die Theorie mit den ſchon, angeſtellten Ver- ſuchen in ſo weit übereinzuſtimmen, daß wenn die Röſte nicht ſehr hoch und enge, ſondern vielmehr weiter und breit gemacht wird, ſo daß das Erzt nicht allzu die zu liegen
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