Lebensbeſchreibung, 329
„ſterſohn;; mit Verlangen er, ſollte nach Upſal kommen, „zund ſeine"Söhne daſelbſt.in-.den Anfang8sgründen der Ge= „Jehrſamfeitzunterweiſen.;. Nun dachte wol, unſer Moräus, „er hätte in den leßtverfloſſenen Jahren die Bücher etwas „zentwohnet). doch wollte er-ſeines lieben-Vetrters. Verlangen „und Berufe folgen. Er verließ“alſo die, Apotheke, reiſete „nach Upſal, und nahm Lehrlinge an, ſtudirte) aber dabey fleißig dier Arztneyfunſt; und hörte der Profeſſopxen ,. Rud= z»becfs und Robergs„. Vorleſungen mit, ſolchem, „daß. er dadurch guten- Grundy zur Heilungskunſt legete.
„17602.1:Da die Stadt;Upſal.durch eine. Feuersbrunſt in „die Aſche-geleget ward, verlor unſer Moräus) alle, ſeine „Bücher und Schriften ,; nobſt anderm: Vermögen. das er „ſchwer genugrerworben?hatte 3 doch fuhr-er:äu ſeinem Un« „ternehmen fort. 419935
17034 den 12ten May) legte er eine Probe von ſeiner »„Geſchilichfeit durch“ eine öffentliche Diſputation, de Vi- „wiolo“unter Prof. Nobergen;ab. ,. 3 0.
„Gleich: darauf bekam. unſex-Moräus, von Doct. Jeſp. >5Swedberg100 Reichsthl. geſchenfet, nebſt treulichem Rathe, „ſich zu ausländiſchen Reiſen fertig zu machen...„Dieß war zeine Probevon unſers, werthen Moräus Geſchicklichfeit, „ſeines gelehrten Mutterbruders Gunſt zu; erlangen,;und zu „erhalten 3 es war auch.ein Beweis. von Doetor.Swedbergs „Beſtreben; ſeinem muntern? Schweſterſohnezfortzuhelfen, zohnerachtet das große„Feuer-vor kurzem. den“/Doctor um „alle das Seinige gebracht, und ihm gleichſam alle Mittel „zum Helfen-beſchnitten hatte.
„Unſer guter Moräus machte ſich alſo reiſefertig, gieng „im Herbſte des leßtgenanntew Jahres zu Schiffe von Stock- „holm ab, ward vom Sturme nach Gothland“und. Oeland „getrieben, kam aber gleichwol, nach ausgeſtandener Ge= „fahr, glücklich in Amſterdam, an.
„Einige Tage darauf reiſete unſer Moräus nach Leyden, „hörte daſelbſt ein ganzes Jahr den großen Boerhave, und „beſuchte mit ihm fleißig die Krankenhäuſer,
Schw. Abh, 1V. ZB, Y„Unſer


