Jahrgang 
Abhandlungen ... auf das Jahr 1742
Seite
330
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330 Ooct. Johann Moräi

Unſer kluger Moräus wußte,"daß Theorie ohne Aus» übung, einer Grundmauer ähnlich iſt, die nie zu einem Gebäude gebrauchet wird z daher hielt er ſich die Feyertage über zu Amſterdam auf, und trieb'"daſelbſt die Heilungs- funſt, wodurch er'ſich, außer einer guten Uebung, auch Geld und Unterhalt verſchaffte/ die übrige Zeit über zu Leiden zu leben. j

1704: Erhielt unſer Moräus eine neue Probe von ſei- nes werthen Mutterbruders Liebe, denn der Biſchof in Skara, Döct. Jeſp. Swedberg verlangte ſeine Zurük- kunft, und ſchicfte ihm 50 Reichsthl. zur Heimreiſe, aber der fleißige Moräus wollte in der Zergliederung:und Heb- ammenkünſt: noch mehr lernen; reiſete daher"durch" Flan«- dern nach Patis, den Petit und Lery zu hören;

Das leßterwähnte Jahr den 10, des Chriſtmonats/ bekam unſer Moräus königliche Vollmacht, als Landſchaft8medi- cus in der Hauptmannſchaft Skaraborg.

1705. Reiſete unſer werther'Moräus nach Rheims, da er nach abgelegter Probe den 14. Jenner dieſes Jahres vom Promotor Aegid, Culoteau- zum Doctor der Arztney- funſt gemachet ward.

Von hier gieng er nach Hauſe durch Flandern und Holland; abet' in Sluis mußte er ſechs Wochen bey dem holländiſchen Kriegesheere gefangen ſißeny weil er von ei- nem feindlichen Orte kam. Von Amſterdam gieng er zur See nach Hamburg, kam von dar glücklich nach Schwe» den, und tvät ſein Amt an,

1708, Da er ins vierte Jahr in Skara wohnete, und zin ſeiner Mutterbruders Hauſe wie ein Sohn gehalten wurde, bekam er Beruf und Reiſekoſten, an ſeinem Gez burtsorte Medicus in dem fahluniſchen Bergrefie? nach »»Doct. Carl Friedr. Belou zu werden,

1709. den 22, Horn, bekam er gleiche Vollmacht als Stadtphyſicus zu Fahlun,]

1715. den 24. Horn. verheirathete er ſich mit EKliſa- beth, des Rathsh. Hanns Jſraelsſohn älteſten Tochter in

Kornäs. Sie muß jeso im Witwenſtande ihren lieben ;, Mann