Jahrgang 
2 (1788)
Seite
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Unterthanen erfolgt ist. Der Unterthan ward gleichsam entwaffnet, und lieferte seine Waffen gleichsam in das Zeughaus des Fürsten. Was war eine natürlichere Folge, als daß die Souverginetät des Fürsten dadurch wuchs, bis zum Despotismus wuchs, die Theilnehmung des Uns terthanen. hingegen an der Staatsverwaltung oder die landständische Rechte in eben dem Maaße abnahmen, so daß die Landstände zum Theil bis zu Rechnungsbediens ten, die nur willkürlich resolvirte Abgaben unter die Lasts tragende zu repartiren haben, herabsanken, theils ganz verschwanden. Wie kam es nun, daß Ritterschaft und Städte(denn die Prälatur war durch die Reformation in evangelischen Ländern gutentheils verschwunden) sich die: ser Revolution nicht zeitiger widersekten? Wurden sie auf einmal durch militairische Gewalt darnieder gedrückt, oder waren sie zu wenig scharfsichtig, um die Folgen vor? auszusehn, und glaubten etwa selbst nur Sicherheit und Glanz ihres Landes darin zu finden? Beydes nicht! Es waren im zojährigen Kriege, selbst noch Zwischen;Zeiten, wo diese oder jene Provinz keine stehende Truppen hatte; die Landstände sahen auch zeitig genug, was daraus ent? stehn-würde, so gut wie die Fürsten, die nicht ohne Plan dabey verfuhren. Zwar waren würklich in der ersten Zeit nach dem westphälischen Frieden noch immer einige Constellationen, die Krieg weissagten; man hatte die Folgen eines wehrlosen Zustandes hie und da zu sehr ens pfunden, als daß man. nicht in allem Ernste einen be: wassneten Zustand hätte für nöthig halten sollen; man gewöhnte sich dadurch an stehende Truppen; und so

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