Jahrgang 
2 (1788)
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Deutschland herumzogen um Dienste zu suchen, daneben bettelten und stohlen) herzunehmen pflegte; der Haupt: stamm der Armee war jedoch immer die National: Mi: liz.*) Auch jene später vorkommende größere Corps wurden sogleich nach Endigung des Kriegs abgedankt. - Der Adel hielt sich mehrentheils zu gut, Officierstellen darunter anzunehmen, und noch im zojährigen Kriege wurden die Patente der Officiere nicht von dem Landess herrn, sondern von den commandirenden Chefs ertheilt. Die Subalternen waren gewöhnlich nur jüngere Bröder ohne Vermögen, Avanturiers: und verlaufene Studenten. Erst nach dem zojährigen Kriege findet man Kriegsvöl- ker, die auch in Friedenszeiten besoldet und vom Lande unterhalten werden, und seitdem entstanden Contribution, Licent, Fouragelieferung, 2c. nebst dem ganzen Gefolge von Auflagen, und die Ritterschaft bezahlte stattdes Na- tural-Dienstes entweder Nitterpferde, oder sie gieng(aus: ser der Contribution ihrer Meyer) ganz frey durch. Une ter den unzählbaren Revolutionen, die. diese Verände; rung in dem Zustande der menschlichen Gesellschaft hervor: brachte, ist gewiß eine der wichtigsten diejenige, welche dadurch in dem Verhältnisse zwischen Landesherrn und

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*) Man findet freylich shon im 15ten Jahrhundert Beyspiele, daß ganze Heere von geworbenen Trup? pen im Kriege gebraucht wurden, z. B..im Schles: wig! Ditmarsischen Kriege die sogenannte schwarze Garde des Junkers Slenz, die mehrere Tausende ausmachte3 allein diese Fälle sind einzelne Ausnah»- men von der Regel, hatten auch ihre besondere Be: wandniß.

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