der Getreidefelder. 329
ſolches Wetter erfolget, als der Landmann vorqusſetzet oder wünſchet.;
Wer wollte da nicht ſeine Wißbegierde anſtrengen, um dies entſcheidende Stück der ganzen landwirthſchafts lichen Erwartungen vorherſehen zu können? Die vers gangenen Jahre müßten uns belehren, wie es um die Zukunft ausſiehet 3 aber vergeblich iſt bisher auf Erfoys ſchung des Laufs der Witterung aus dem Vergangenen ſtudirt. Niemand kann Dürre und Näſſe, Wärme und Kälte, Regen und Schnee in ihren Abwechſelungen und der Zeit ihrer Dauer vorherſehen; und doch hängt davon mehr die Fruchtbarkeit der Getreidefelder ab, als von der Kunſt des Landmannes. Wenn man auch nur die Frühjahrswitterung einigermaßen vorherſehen könnte! Der Kampf zwiſchen Winter und Sommer, welcher in unſeren Gegenden. eine längere Periode einnimmt, als in den mehr nördlichen Ländern, koſtet dem Landmanne viel: äußerſt ungleich iſt von einem Jahre zum andern der Uebergang von der Sommerwärme zum Winter, und von der Winterkälte zur Wärme, und wirkt dann auch, eben ſo ungleich auf die Fruchtbarkeit. Man hat Bey: ſpiele, daß viele fruchtbare Jahre auf einander gefolget-. ſind, man hat uutermiſcht je.zuweilen nur einzelne fruchts bare Jahre, und oft den mittleren Ertrag vieler Jahre. hinter einander, als lauter Folgen der günſtigen oder uns günſtigen Witterung angeſehen. Kaum daß man von
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