Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
128
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128 VI. Ueber die Ergiebigkeit

was die beſſeren in reicherer Maaße bringen. Wenn die Anhöhen einſchlagen, ſo bringen die Gründe minder, wenn die Gründe ergiebig ſind, ſo laſſen die Anhöhen nach. Ganz gleichhaltig ebene Felder, die in einem weg, wie die hollſteinſchen Maſchländer, Korn von einerley Schlage treiben, giebts in unſeren Gegenden wenige. Der klügſte Wirth erkünſtelt auf ungleichhaltigen Feldern den Ertrag mit allen erborgten Hülfen ſo gleichergiebig nicht, als ganz ebene Felder, von ſanftem Abhange und. durchgängig gleicher Güte des Bodens in den beſten Strecken des Landes wohl bringen können. i Die glücklichſten Jahre ſind es nicht, wovon ich dieſe Probe im Großen vorlege, obgleich der Wirth, dem ich fie entborge, einer der angeſehenſten, nachdenkendſten und vorſichtigſten in hieſigen Landen iſt. Man findet un/ terdurch einige Jahre, als im Jahr 1767, die vorzugs lich einträglich geweſen. Gegen das eine einträglichſte Sahr konnten aber auch mehrere, von dem geringſien Ertrage, wie im Jahr 1765 mit unterlaufen. Der. Landmann iſt durchaus mit aller ſeiner Vorſichtigkeit dem Zufalle, oder vielmehr dem unumſchränkten Beherrſcher der Naturkräfte unterworfen. Dieſer hat es ſo geord? net, daß die Fruchtbarkeit nicht von der Güte des Bo» dens und dem Fleiße des Menſchen allein abhängen ſoll Das Gedeihen iſt yur unter der Bedingung da, wenn- " ſolches

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