Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
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der Getreidefelder. 127

merkorn hingegen zu geringe im Ertrage angerechnet, Nachdem die Jahre ſind, kann der Entwurf der Erſah- rung näher kommen: ſo gewiß es auch iſt, daß er über den gewöhnlichen Ertrag vieler Jahre hinaus läuft, ſo reichet er doch noch die Erwartung und Vor- ausſeßung vieler Wirthe nicht ab. Man will von den beſten Feldern, wo 50 Quadratruthen mit einem Schef- fel beſäet werden, das 6ſte Kornim Durchſchnitte gewiß, Nimmt man aus obiger Berechnung den Durchſchnitt vom Ro>en, Weiten, Gerſte, Erbſen und Hafer, ſp iſt er nur das 5X Korn, Auch die Sandwirthe berech- nen ſich zum dritten Korne von 50 Quadratruthen viel zu hoh. Site ſind den Abgängen aufs gedoppelte unter» worfen, denen Kley und Mittelfelder einfach blosgeſtel- ſet ſind, weil bey nur mäß:g tronen Jahren ihre Felder ſo ſehr nachlaſſen, und der mittleren Jahre auf dem Sande ſo wenige vorfallen,

Eine der ſinnlichſten Urſachen, warum unſere Fel? der im Ganzen kleinere Ausbeute geben, als man nach den einzelnen Erfahrungen vermuthen ſollte, iſt noch nicht berühret. Alle drey Gattungen von Fluren, Kley Mittel- und Sandboden, ſind in unſeren Gegenden ſel, ten überher von gleicher innerer Güte, und ſelten auch ſo ganz eben, daß nicht Anhöhen und Gründe, Ebaen und abſchüſſiges Land, mit einänder abwechſelten, Die minder ergiebigen Stellen ſeen dasjenige wieder zurück,

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