aller groben Wolle. 39
„Schaffätterung durch viele Wien, Linſen und Erbſen- firoh, ſtatt des Heues auf, laſſen das Stroh nicht übers reif werden, ſondern mähen die Frucht, ehe ſie ganz ab: ſtirbt, damit die Blätter daran bleiben.
96. Andere Süter haben viel Heu und wenig Stär; die Schafe bekommen faſt nichts als Heu, and nur ſo viel Stroh, daß der Stall nicht ſhmußig wird.
Einige, doch die wenigſten Güter haben Holzweis de, tro>ene Felder odey Berge; das Schafvieh kann da- her, wenn kein tiefer Schnee liegt, ſich was ſuchen; ans dere haben dieſen Vortheil nicht, und müſſen vom No- vember bis April im Stalle füttern.
97. So verſchieden die Schafweide. iſt, ſo verſchie
den iſt auch die Winterfütterung, Einem Orte koſiet ſie viel, einem andern weniger. Die ſpaniſchen Schäfereyen werden auf den ſo ſehr verſchiedenen Weiden, und bey eben ſo verſchiedener Winterfütterung mit gleichem Fort? gange erhalten, ſie beſtehen, und die Wolle behält ihre Güte. Daß eine Schäferey vom Stüc>e kaum 2 bis 2 und ein halb Pfund, andere 3 Pfund Wolle ſchneidet: eine Schäferey ſtarke Hammel, andere kleine liefert, hängt von der Weide und Winterfütterung, ſowol mie dem Lands als ſpaniſchen Schafvieh ab..
98. Einige Schäfereyen füttern ihr Heu und Stroh von Raufen, andere laſſen das Heu und Stroh in Bun/ den von dem Miſte abfreſſen: andere Güter haben klei:
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