Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
38
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38 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung

zwey oder drey Lämmerzuchten geſchehen, ſo finden ſie nun; mehr die Verbeſſerung der Wolle ungekünſtelt und nüßklich.

4:| Ueber die Winterfütterung in Sachſen in8ge- mein, und inſonderheit des Guts Coeſiß, als der Schäferey meiner Pachtung,

93. So viele Güter auch in Sachſen die beſte ſpa niſche Wolle zeugen, ſo iſt doch auf keinem Gute jeko die Winterfütterung anders ,, als ſolche vorher, für das einheimiſche Landvieh, geweſen iſt. Wer gut füttert, hat weniger Krankheiten, Grind und Sterben als ein anderer, der das Vieh durch den Winter hungert; er ziehet beſſere Lämmer, und ſchneidet mehr Wolle,

94. Heu und Stroh, was den Schafen gehöret, iſt das gewöhnliche Winterfutter, Ungedroſchenes Getreyde, oder reines Getreyde aus Krippen wird der Regel nach, nicht gefüttert; wenn es geſchiehet, ſo veranlaſſet ſolches der Mangel am ordinairen Futter, oder ein anhaltender Schnee und unzeitiger Winter, Das Schafvieh muß ſo bey Kräften bleiben, daß es über die Schwelle ſpringen kann, ſonſt verlieret das ſpaniſche Schafvieh. die Wolle im Frühjahre, wie das Landvieh.

95. Es giebet anſehnliche Güter in Sachſen, die nicht zwey oder drey Fuder Heu erndten; ſie helfen ihrer

x Schaf: