Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
32
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32 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung

Arzeney zu bekommen; wo einheimiſches grobes Vieh ge? fund bleibet, bleibet feines Vieh von ſpaniſcher Race auch geſund.

74. Was das Salzfüttern anbetrift, ſo geſchiehet es einiger Orten in Sachſen zwar, daß im Sommer, in g oder 14 Tagen Salz gegeben wird, aber das Salz iſt dem einheimiſchen Landvieh auch vorhin gegeben worden. %Wo einheimiſches Schafvieh ohne Salz geſund bleibet, daſelbſt bleibet ein Schaf von ſpaniſcher Race auch ge? ſund ohne Salz.

75. Meine hieſige Schäferey bekommt jeo nicht öf? terer Salz, als vorhin, das Vieh iſt und bleibet geſund. Bey ſehr tro&nem Wetter, wenn die Schafe an den Iänden le>en, wo der Salpeter ſich angeſezet hat, laſ ſe ich etwas Salz geben 3 es geſchiehet im ganzen Som mer drey bis viermal, im Winter. gar nicht.

76. Das Schafvieh ſuchet Salz, weil es verdor? benen Magen hat, das Salz iſt ihm ein Digeſtiv. Wo das Vieh Luſt zum Freſſen behält, und nicht widernatürs liche Nahrung zur Kur ſuchet, wie das Freſſen der Sals petererde von den Lehmwänden iſt, wer wollte da Arzes ney, wie Salz für Schafe iſt, gebrauchen? An dergleis <hen/Orten haben die Kräuter auf der Weide ſo viel Salz, daß ſie des Küchen; oder Steinſalzes, entbehren können.

77. Muß Salz gefüttert werben, ſo gebe man es »des Abends beym Eintreiben in die Horde oder Stall;

man