aller groben Wolle. 33
man hüte ſie des folgenden Tages vor naſſer Weide, und tränke ſie, bis der heftige Durſt vergangen iſt, jo werden ſie den Mägen nicht mit zu vielem Waſſer beladen, wels 'es andrergeſtalt ſchädlich wird: mit dieſer Vorſicht kann aller Orten Salz gefüttert werden; wo es nicht nöthig iſt, iſt es deſto beſſer. Auf die Güte oder Feinheit der Wol: le hat das Salzfüttern keinen. Einfluß, wie einige zwar behaupten wollen, außer in ſo weit, als die Güte der Wolle, mit dex Geſundheit des Schafviehes, in Ver; bindung ſtehet.;
78. Die fünfre Einwendung, daß das ſpaniſche Schafvieh kleiner von Statur bleibe, mithin die Ham mel nicht ſo theuer verkauft werden könnten, iſt ganz uns gegründet,;
Das feine Schafvieh in Spanien iſt völlig ſo groß, als das gemeine Schafvieh oder Landvieh in Deutſch land 3; meine Schäferey iſt durch die Veränderung nicht
kleiner geworden, von Statur auch keine Schöferey in
Sachſen, als ſie urſprünglich geweſen iſt,
79. Eine Schäferey, die jekßo großes ſtarkes Schaf; vieh hat, wird auch großes und ſtarkes Vieh behalten, nach Verbeſſerung der Wolle durch ſpäniſche Race. Guys te und wahrhaftig nahrhafte Weide und hinlängliches Winterfutter, bringet größere Scafe: und magere un: nahrhafte Weide, nebſt ſparſamen Winterfutter, verkleis nert nach und nach die größte Art Schafe,
N, Abhandl, 1, Band, 2, St,€ 890, Die


