16 1. Ueber Verbeſſerungen
Stall gefuttert werden muß: maßen Heide wenig und ſelten vorhanden; die Raſenweide auch weniger als in Niederſachſen iſt. Das Gras in den Setreideſtoppeln auf den Feldern, ſtirbet bald im Herbſte ab und erfrieret.
39. Feine Wolle, welche von Schafen geſchnitten wird, die nicht lange im Stalle ſtehen dürfen, iſt'weit beſſer für die Fabrikanten, als von Schafen geſchnittene Wolle, welche den ganzen Winter im Stalle geſuttert worden ſind.
31. Die abfallenden Blätter, Geſäme und Ge: mülme vom Heu- und Strohfutter, ſeen ſich dem Scafs viehe im Nacken und auf den Rücken in die feine Wolle, und können durch Waſchen und Schüttelu nicht herausge: bracht werden. Der Wollarbeiter muß dieſen Unrath mit den Fingern herausfklauben.
32. Eben dieſen Fehler haben die Wollarbeiter an der in Sachſen erzeugten ſpaniſchen Wolle, gegen die aus Spanien würklich gezogne Wolle, auszuſeken. Daß kein merklicher Unterſchied in der Feinheit des Haares ſey, geſtehen die Wollarbeiter ein. Weil in Spanien das Schafvieh gar kein tro>enes Futter im Stalle ge nießer, ſondern immer auf der Weide bleibet, ſo iſt die Wolle von dem Futterunrathe ganz frey.?
33. Viele niederſächſiſche Schäfereyen haben alſo
vor den ſächſiſchen Schäfereyen voraus, daß ſie reinere- Wolle ohne Futter und Geſäme liefern können, als dieſe,"
weil


