Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
15
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aller groben Wolle. IS

ſchen Saalkreiſe faſt einerley iſt, nur mit 12 und einen halben bis 20 Rthlr. bezahlet wird.

26. Auch dieſe grobe Wolle iſt auf vielen Gütern und Schäfereyen, lediglich durch ſpaniſche Böcke ſo vers beſſert worden,daß jeko der Centner Wolle mit 60 bis 70 Rthlr. bezahlet wird.

27."I< wohne auf der ſächſiſchen Grenze in dem jenigen Diſtrikte, wo die ſehr grobe zweyſchürige Wolle zu Hauſe iſt, und habe meine Schäferey durch ſpaniſche Böe ſo verbeſſert, daß ich jeßo den Centner über 60 Rthlr. verkaufe, da ich vorhin nur 13 bis 15 Rthlr. für den Centner bekommen habe,

28. Auf meinen Reiſen habe ich öfters bemerket, daß die braunſchweigiſchen, hannöverſchen und hildesheimi- ſchen Länder, welche ſo weitläuftige und geſunde Schaf/ rriften in ſich faſſen, und wo die beſte Schafviehzucht, recht zu Hauſe ſeyn ſollte, gogen die ſächſiſchen Länder in der Nußung der Wolle, noch ganz zurüce ſtehen, und ei- newunbedeutende Geldeinnahme aus der Wolle ziehen,

20, Die niederſächſiſchen Länder überhaupt ſchicken ſich beſſer zur feinen Wollzucht als Oberſachſen. Neben geſunder Raſenweide, haben viele Gegenden Heide; das Scafvieh, beſonders das Güuſtevieh kann faſt den gans zen Winter hinausgehen und ſi:h Futter ſuchen; dahinge»- gen in Sachſen meiſter Orten, von dev Mitte des No vembers bis zur Mitte des April, das Scafvieh im

Stall