Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
14
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14 1. Schreiben, über ſichere Verfeinerung

men iſt, die Verbeſſerung angefangen haben ,/ jeto eine Wolle erzeugen, die der ſpaniſchen Wolle an Feinheit nichts nachgiebet, und wovon der Centner über 60 bis 75 Rthlr. bezahlet wird; dagegen der Centner der urſprüng lichen ſächſiſchen Landwolle nur 30 bis 35 Rehlr, gilt.

24. Sachſen hat durchgängig einſchüriges und reines Schafvieh welches nicht grindet oder räudet, ausge? nommen an der Grenze der Fürſtenthümer Anhalt, und der Grenze des Saalkreiſes, woſelbſt Schmiervieh vors handen iſt, welches zweymal geſchnitten wird. Dieſes zweyſchürige Schmiervieh an der Grenze iſt eine gröbere| Wolle gebende Schafart. Es iſt nicht beſſer in der Wol? le als das Schafvieh im Anhältiſchen und im Saalkreiſe, die Wolle im Fürſtenthum Deſſau ausgenommen, welche durch eine vor 50 Jahren ohngefehr geſchehene Verbeſſes rung, durch hergeſchafte Zuchtböcke aus Schleſien, weit beſſer iſt, Vormaäls- iſt die Wolle im Deſſauiſchen ſo ſchlecht geweſen, als die Landwolle in den übrigen anhäls tiſchen Fürſtenthümern noch iſt,'

25. Der Centner der Wolle im Deſſauiſchen, ſo zweyſchürig iſt, wird mit 35 bis 37 und einen halben Rthlr. bezahlet; dagegen der Centner der urſprünglichen oder unveränderten zweyſchürigen Landwolle in Sachſen, at der anhältiſchen und magdeburgiſchen Grenze, welche mit der anhältiſchen Wolle, und der Wolle im magdeburgi-

ſchen