Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
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aller groben Wolle. I3

gewaſchene Wolle gegeben. Dort genießet das Schaf beſtändig grünes Sras und Weide. In Sachſen muß das Schaf zwanzig und mehr Wochen von trocknem Gras ſe und Strohe leben; natürlich iſt es daher, daß die Wol- le von hinlänglicher grüner Weide ſtärker wachſen muß, als wenn ein Schaf nur nach Nothdurft, mit Stroh und Heu genähret wird.

21. Wer Futter genug auftragen kann, der kann in Deutſchland eben ſo viele Wolle von einem Schafe abſchneiden als in Spanien; ich habe von einigen, ſepa- rat gefütterten,- der feinſten ſpaniſchen Mutterſchafe vier Pfund gewaſchene Wolle vom Stü>, und vom Bo- Fe fünf auch ſe<s Pfund Wolle geſchnitten.

22. Eine ganze Schäferey ſo zu nähren, daß ſie bes ſtändig im Ueberfluſſe der Nahrung bleibe, müßte die or: dinaire Zahl um die Hälfte vermindert werden. Alsdann würde nichts geivonnen, wohl aber die Geſundheit der Schafe in Gefahr geſetet werden, welche bey fettem Schafviehe größer iſt, als bey Schafviehe, welches nicht bis zur Maſt, doch übrigens hinlänglich gefüttert worden iſt.

23. Sachſen hat von unbekannten Zeiten an, ſchon eine ganz gute Wolle gehabt, aber durch die, von denz eingeführten ſpaniſchen Viehe erzeugeten Böcke, die Wol- le ſo verbeſſert, daß die Schäfereyen, welche in den ers ſten Zahren, da das ſpaniſche Vieh in das Land gekom:

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