aller groben Wolle, 17
weil das Schafvieh mehrere Winterweide und weniger Stallfutterung genießet,
34. In Niederſachſen iſt die Verbeſſerung der Wolle, „durch ſpaniſche Bö>e mit gar keiner Gefahr verknöpfet; hingegen in Sachſen iſt die Gefahr ſehr groß, und.eben die Gefahr hat die Verbeſſerung der Wolle aufgehalten, daß ſie noch lange nicht durchgängig im ganzen Lande, auf allen Rittergütern und Pachtungen, am wenigſten von Dorfſchaften unter den Bauerſchafen eingeführet iſt,|
35. Das ſpaniſche Schafvieh iſt urſprünglich in ſeis ner Heimath unreines oder Schmiervieh. Der größte Theil von Sachſen, außer ein ſchmaler Strich an der ans haltiſchen und magdeburger Grenze hat ganz reines Vieh, nämlich Schafvieh, welches niemals vom Grind oder Ausſchlägen der Haut, iſt angeſtecet geweſen.
36. Dey aller Vorſicht, welche bey den ſpas niſchen Böcken angewendet worden iſt, die Ausſchläge der Haut, oder die Räude, welche ſich gezeiget hat, durch äußerliche Mittel und innerliche Arzneyen zu kuri- ven, ehe die Böcke von den ganz ſpaniſchen ſächſiſchen lan?| desherrlichen Schäfereyen an die Schäfereyen der Rittergüs ter und Pachtungen verabfolget worden ſind, haben doch viele Rittergüter und Pachtſchäfereyen das Unglück gehabt, daß die ſpaniſchen Böke Ausſchläge der Haut oder Grind bekommen, und die ganze Heerde angeſte>et haben.
N, Abhandt(, 1. Band, 2, Stü>, B 37.


