Jahrgang 
Zweiter Band: 1788
Seite
11
Einzelbild herunterladen

ver Wolle überhaupt. TT

73. Die Qualität der Wolle iſt eine unveränderliche Eigenſchaft der Schafart 3; die Quantität aber, verän; deyt ſich nach der guten und ſchlechten Nahrung.

14. Geſchichet an einem Orte eine würkliche Verän: derung, nemlich Verſchlimmerung der Wolle in der Nach! kommenſchaft einer feinen Heerde Schafe; ſo rühret ſols <hes von ſchlechter oder unvorſichtiger Auswahl der Zucht: böFe her, nicht von der Weide oder Weltgegend,

15. Der Zuchtſtähr muß jedesmal, wo nicht feiner, doch genaueſtens die Feinheit der Wolle des Mutterſchas fes habenz anderergeſtalt wird die Nachkommenſchaft nach und nach immer ſchlechter. Bey jeder Heerde Scha: fe, die dem Anſchein nach die Wolle ſo egal träget, daß kein Unterſchied zu ſpüren iſt, findet ſich bey ganz ges nauer Unterſuchung, doch einiger Unterſchied der Wol? le, die dieſes oder jenes Schaf träget.

16.«Einige Schafe häben die beſte feine Wolle auf dem Rücken und am Halſe; aber an den Hinterbeinen und am Schwanze fällt ſie gröber aus: ein Bock von die: ſer Art, verſchlimmert die Güte der Wolle durch ſeine Zeugung,;!

17 Die Auswahl der Böe von eigener Zucht iſt ſo leicht nicht, als man vermuthen ſollte, beſonders wenn ſie den Schäfern überlaſſen wird. Zu Zuchtſtähren wird der Schäfer jedesmal die Lämmer ausſekßen, die ſtark und hoch von Beinen, und di>e vom Halſe ſind, Es iſt gut

/ die