Jahrgang 
Erster Band: Erster Band 1787
Seite
171
Einzelbild herunterladen

vive

--der Rindviehſeuche zu verrichten 2. 17x

einem faulen Geruch begleitet iſt, ſo iſt wenig gutes von dem Vieh zu hoffen, Gehet etliche Tage nach der Ein: impfung mit dem Miſte Blut ab ,. es ſey deſſen wenig pdey'viel, ſo iſt es gut, dem Viehe am Halſe eine Ader zu öfnen, und einem ausgewachſenen drey Pfund, einem zweyjährigen aber nur zwey Pfund abzulaſſen, Um aber die Beſchaffenheit des abgehenden Miſtes zu erfahren, ſo muß dem Viehe täglich etlichemal friſch Stroh unters geſtreuet, und der abgehende Miſt fleißig beobachtet wers den. So viel ich bis ikt ſowohl bey der natürlichen als

Einimpfungsſeuche beobachtet habe, ſo iſt dabey die Vers-

ſtopfung weit ſeltener, wie verſchiedene Schriftſteller, und der Landmann beobachtet haben wollen, daß nämlich mehrtentheils eine Verſtopfung vor dem Durchfall hergehe. Man irret ſich, das Stück Vieh für verſtopft zu halten, welches bey der Krankheit, und zwar ehe der Durchfall eintritt, etwa zwölf Stunden vorher nicht miſtet, das aber nicht einer Verſtopfung in den Gedärmen zuzuſchreiben, ſondern der Erfolg von dem verhärteten Miſt im Blät- termagen iſt, Hier wird das Futter, weiter fort in den dritten Magen, und in die Gedärme hineinzutreten, zus rückgehalten? und der in den Gedärmen bereits ſich bes findende Miſt, geräth durch beygemiſchte faule Säfte in Fäulung und Schärfe, deren Reiz alsdann den öftern Abgang dieſer faulen Materie hervorbringt. Zu Zeiten

trägt